VIA PT890-Chipsatz mit PCIe 2.0-Support

MainboardsDer dritte Traditionshersteller - neben Intel mit dem Bearlake und AMD mit dem RD790 -, der springt auf den PCIe 2.0-Zug aufspringt ist VIA. Diese präsentieren dieser Tage ihre beiden neuen Chipsätze PT890 und PM890 für die Intel-Plattform. Im Folgenden werden wir einige Details darüber erläutern.

Der PT960 wird der offizielle Nachfolger des aktuellen VIA Intel-Flaggschiffs PT890 und bietet Unterstützung für die neue Schnittstelle PCIe 2.0 (sowohl mit einem PCIe 2.0 x16 Slot, als auch in Form von vier PCIe 2.0 x1 Slots) und DDR2-Speicher bis zu einer Frequenz von 1.066 MHz sowie DDR3-1.333 Speicher. Weiterhin ist bekannt, dass VIA immer noch auf eine Verwendung von Dual-Channel verzichtet und somit der Speicher nur im Single-Channel Modus läuft. Der maximal unterstützte FSB beträgt ebenfalls 1.333 MHz, was darauf schließen lässt, dass Intels Core 2 Duo E6x50-Prozessoren unterstützt werden. Außerdem gibt VIA vollen Support für die Core 2-Modelle Duo, Quad und Extreme an. Zu der sonstigen Ausstattung gesellen sich acht USB 2.0-Ports, der VIA Vynil HD Audio-Soundchip mit 8 Channel HD Sound-Unterstützung, ein P-ATA-Controller für maximal vier IDE-Laufwerke und ein Serial-ATA-RAID-Controller, der ebenfalls die Möglichkeit zum Anschluss von maximal vier Laufwerken bietet. Satte sieben PCI-Slots stehen für Erweiterungskarten zur Verfügung, leider ist aber kein GigaBit-Ethernetanschluss mit an Bord; der VT6103 bietet nur eine maximale Übertragungsrate von 100 MBit.

Eine Version mit integrierter Grafik ist ebenfalls unter dem Namen PM960 in der Mache. Die Eckdaten entsprechen der PT960-Fassung, die integrierte Grafikeinheit hört auf den Namen S3 Chrome 9 HD und unterstützt ausschließlich das veraltete Shader Model 2.0 und somit auch nur DirectX 9 statt Direct3D 10. Jedoch gab VIA bekannt, dass dank der umfangreichen Multimedia-Ausstattung das Vista Premium-Logo erworben werden konnte. Dank der VT8251L-Southbridge, die auch im PT960-Chipsatz werkelt, bietet der PM960 Unterstütztung für die Videokompressions-Technologie H.264 und auch einen DVI- sowie einen HDMI-Ausgang. Ebenfalls anzumerken ist, dass am PM960 nur drei statt vier S-ATA-Laufwerke in Betrieb genommen werden können und die Anzahl der herkömmlichen PCI-Slots von sieben auf sechs reduziert worden sind.

Beide Chipsätze sollen bereits im zweiten Quartal in ersten Samples verwendet werden und können ab dem vierten Quartal diesen Jahres erworben werden. Ein erheblicher Vorteil für Konkurrent SiS ist damit die nicht vorhandene Unterstützung von Direct3D 10, welche Spielern schwer im Magen liegen dürfte.


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