AMD: Neue Quartalszahlen, neuer Chef

AMDAn der Börse wusste man schon länger, dass AMDs Zahlen des zweiten Quartals alles andere als berauschend sein würden. So erreichte die Aktie dann auch vor wenigen Tagen ihren Tiefststand - wir berichteten. Heute sind die Zahlen nun offiziell. Zusammengefasst: Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht gesteigert werden, allerdings fiel der Verlust mit 1,19 Millarden US-Dollar und damit 1,96 US-Dollar pro Aktie deutlich höher aus. Die Folge nach diesen und den zuletzt präsentierten Quartalszahlen: Der Rauswurf des AMD-CEO Hector Ruiz.

Insgesamt erwirtschaftete AMD im zweiten Quartal dieses Jahes 1,35 Millarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum in Höhe von drei Prozent, wenn man das Vorjahresquartal als Referenz nimmt oder aber auch einem Rückgang von sieben Prozent, wenn man das vorherige Quartal als Referenz nimmt.
Erneut hat die Prozessorsparte am meisten auf den Umsatz eingewirkt. Hier wurden im zweiten Quartal rund 1,1 Millarden US-Dollar erzielt und damit ebenso viele wie im Vorjahresquartal. Die Grafikkartensparte, die mit einem Umsatz von 248 Millionen US-Dollar aber weiterhin der Prozessorsparte hinterherläuft, hat dagegen im Vergleich zum Vorjahresquartal ein sehenswertes Wachstum von 18 Prozent erreicht.
Demgegenüber stand die Handeld- und Digital-TV-Sparte, die erneut im tiefroten Bereich dümpelte und als Konsequenz von AMD nun vollständig aussortiert wurde.

Wie eingangs erwähnt, betrug der Verlust 1,19 Millarden US-Dollar. Dabei gehen selbstverständlich erneut eine Reihe von Sonderbelastungen bezüglich des ATI-Deals mitein, auch einmalige Investitionen beim Flash-Speicher-Produzenten Spansion haben den Wert künstlich nach oben gezogen. Ohne jegliche Sonderbelastungen beziffert sich der Verlust auf rund 269 Millionen US-Dollar und damit 0,44 Cent pro Aktie.
Da es das inzwischen siebte Quartal in Folge war, in welchem AMD Verluste erzielte, hat man Hector Ruiz aus seinem Amt genommen. Nachfolger wird der schon in den letzten Wochen gehandelte Dirk Meyer. Interessanterweise wird man Ruiz aber nicht vollständig ins Aus stellen - dies ist meistens beim Verlust dieser Posten üblich -, sondern als Verwaltungsratchef sowie Executive Chairman weiterhin im Unternehmen behalten.


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