Wie schnell sind die Geforce-180-Treiber?

NvidiaIn den Medien bereits Anfang August als "Big Bang II"-Treiber heiß erwartet, machte Nvidia zum Ende dieses Jahres Nägeln mit Köpfen - gemeint ist die Veröffentlichung des Geforce-180-Treibers, der neben neuen Features allen voran diverse Performancesteigerungen bereithalten soll.
Doch wie viel ist an den Versprechungen dran? Computerbase und Xbitlabs haben in den letzten Tagen und Wochen ausführliche Tests durchgeführt, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

Computerbase stellte in seinem Artikel dem finalen, WHQL-zertifizierten Geforce-180.48-Treiber (12.11.08) den Geforce 180.42 (17.10.08) und Geforce 178.24 (15.10.08) gegenüber. In insgesamt 13 Applikationen musste er in Kombi mit der GTX 280 sein Können unter Beweis stellen. Getestet wurde unter 1680x1050 Pixeln mit 1xAA/1xAF sowie 4xAA/16xAF.
Obwohl ausschließlich in modernen 3D-Shootern die Performance abgeklopfert wurde, fiel der Performancegewinn der beiden Geforce-180-Treiber mit durchschnittlich 4 (1xAA/1xAF) respektive 6 Prozent (4xAA/16xAF) eher verhalten aus. Die größten Leistungssteigerungen, nämlich bis zu 20 Prozent, fand man unter Bioshock und Far Cry 2 vor.

Das erst zwei Tage alte Review auf Xbitlabs wurde mittels einer GTX 260 (216) durchgeführt. Besonders ist hier der hohe Einsatz älterer Treiber. Neben dem Geforce 180.48 waren Geforce 177.41, 178.13 und 178.24 mit von der Partie. Mit 14 getesteten Szenarien fiel auch dieser Test sehr üppig aus. Getestet wurde zudem in vier Szenarien - in den Bildschirmauflösungen 1280x960 und 1920x1200 Pixeln jeweils ohne AA und AF sowie mit AA und AF.
Achtenswerte Vorteile für den Geforce-180-Treiber ergaben sich in den Applikationen Devil May Cry 4, Far Cry 2, Left 4 Dead, Lost Planet und World in Conflict, wobei die Leistungssteigerungen in Devil May Cry mit über 25 Prozent am Größten waren. Far Cry 2 gewann durch die neuen Treiber auch ordentlich an Fahrt, insbesondere bei Aktivierung von AA und AF.

Die Fazits schwankten zwischen guter, aber keiner überragenden Leistung. Nvidia hatte im Vorfeld groß die Werbetrommel gerührt - dies mag rückblickend betrachtet etwas übertrieben gewesen sein. Fest steht aber, dass die neuen GTX-200-Karten mit den Geforce-180-Treibern erst ihre volle Kraft entfalten können. Die neuen Treiber sind eigentlich immer mindestens genauso schnell wie ihre Pendants der 170er-Reihe, meistens jedoch 5-25 Prozent flotter.
Obwohl zuletzt auch ATIs Catalyst 8.12 hohe Wellen geschlagen hat, berichten Seiten wie Computerbase und PCGH an dieser Stelle von eher durchschnittlichen Leistungssteigerungen im Rahmen von 1-3 Prozent. Nur in ganz neuen Spielen wie Left 4 Dead soll es zu wirklich beachtlichen Verbesserungen gekommen sein.

Im Allgemeinen gilt: Die Installation eines neuen Grafikkartentreibers sollte nicht nur in Hinblick auf die Performance getätigt werden, sondern allen voran in Hinblick auf die Kompatiblität. Hier leisten sowohl ATI als auch Nvidia wirklich gute Arbeit. Kaum oder gar nicht funktionierende Spiele sind Gott sei Dank eine Seltenheit geworden, wenngleich mit GTA IV - wie der Zufall es so will - zurzeit solch' ein Game seit langer Zeit wieder am Markt ist.
In diesem Fall sollte man jedoch nicht immer nur den Grafikkartenherstellern die Schuld in die Schuhe schieben. Wie seinerzeit bei Gothic 3 tragen auch die Entwickler hier einen erheblichen Teil dazu bei. Rockstar hat heute für GTA IV einen Patch bereitgestellt, der diverse Fehler beheben soll, nach Userberichten allerdings auch an der Performance nagt.


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