MSI Wind wirft Schatten und Licht im Praxistest

UnternehmenDen Boom des Asus EEE PC haben inzwischen einige Hersteller versucht, mitzunehmen. Heißeste Verfolger waren bisher das Belinea s.Book 1, Gigabyte U60, Packard Bell EasyNote XS sowie das Zepto Notus A12. Gegen beide Anwärter setzte sich der quirlige EEE PC jedoch gekonnt durch. Einer, der bereits seit längerem Ansprüche stellte, dem Asus-Mini ernsthaft den Rang abzulaufen, war der MSI Wind. Diesen haben nun die Kollegen vom "Notebookjournal" einem Praxistest unterzogen.

In puncto Verarbeitung erntete der MSI Wind zunächst Bestnoten. Tastatur und Gehäuse sahen nicht nur edel aus, sondern schienen auch hochwertig verarbeitet. Für im wahrsten Sinne des Wortes Zähneknirschen sorgten dann die Schaniere, die sehr schwerfällig sind und von den Testern als mögliches Verbrauchsgut entlarvt wurden.
Der Bildschirm des Geräts, überprüft an der durchschnittlichen Luminanz (cd/m²), war wenig überzeugend. Die Luminanz betrug 185 und war damit zwar mehr als doppelt so hoch wie beim Asus EEE PC (90), jedoch weit abgeschlagen hinter Belinea s.book1 und Gigabyte U60, die bis zu 255 erzielten. Ein farbenfrohes Arbeiten war nach Angaben der Tester trotzdem gegeben.

MSI Wind (weiss)

In den ersten Praxistests entzauberte der MSI Wind dann auch prompt die Konkurrenz. Im aussagekräftigen Pass Mark, der CPU-, Grafik-, Festplatten- und Speicherleistung abklopft, war man 32 Prozent schneller unterwegs als der Asus EEE PC. Das zuvor gut abgeschnittene Gigabyte U60 verwies man mit 80 Prozent besonders deutlich auf die hinteren Plätze.
Mitunter am Wichtigsten neben der Performance ist aber gerade in diesem Segment die Verlustleistung. Diese fällt mit 15 Watt bei Office- und Browser-Anwendungen im Hintergrund 1 Watt höher aus als beim Asus EEE PC. Am Besten schlägt sich in dieser Disziplin das Gigabyte U60 mit 13 Watt.

Durch die Verlustleistung bleibt das MSI Wind stets unter 40°C; an der Akkulaufzeit zerrt jedoch der gegenüber den Kontrahenten deutlich schwächere Akku [2.200 mAH Akku (3-Zellen)]. Unter Last hält das MSI Wind gerade einmal 102 Minuten durch und trägt damit auch die rote Laterne des Testfeldes. Der Asus EEE PC schaffte hier 160 Minuten, das Gigabyte U60 sogar 200. Dadurch, dass es mit 1,17 Kilogramm auch zu den Schwersten seiner Klasse zählt, landet es in der Kategorie Mobilität nicht die Bestnoten.

Das MSI Wind wirft, wie die Überschrift zeigt, viel Licht und Schatten. Pluspunkte gibt es für die hochwertige Verarbeitung - die Schaniere einmal ausgeklammert - und allen voran die beeindruckende Performance, zu der auch Intels neuer Atom-Prozessor N270 (1,6 GHz) seinen guten Anteil hat. Ebenso soll der zufriedenstellende Verbrauch und die guten Temperaturen positiv hervorgehoben werden. Klare Minuspunkte gibt es dann aber für das Durchhaltevermögen, der Akku-Laufzeit. Der Akku ist gegenüber den Mitverfechtern zu schwach und somit landet das MSI Wind, das zudem noch das Schwerste in seinem Segment ist, in diesen Disziplinen nur an letzter Stelle.
Momentan ist einzig und allein der pinkfarbene MSI Wind erhältlich, und zwar ab einem Preis von 399 Euro. Das schwarze und weisse wird zwar ebenfalls geführt, ist jedoch gegenwärtig nirgendswo erhältlich. Der Asus EEE PC 900 ist übrigens ab rund 360 Euro erhältlich.


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