Intel womöglich bald mit FSB 1600

IntelFast seit den Geburtsstunden trägt Intel den "leidigen" FSB mit sich und es scheint, als zöge man in Überlegung, alsbald diesen weiter auszubauen, wenngleich mit der für Mitte/Ende 2008 erwarteten Nehalem-Architektur der ersehnte Speichercontroller kommen soll. AMD darf sich schon seit einigen Jahren auf der Sonnenseite sehen; seit Einführung der Athlon 64 Prozessorgeneration sitzt ein Speichercontroller direkt in der CPU, so dass eine direkte Kommunikation zum Speicher möglich ist. Der Umweg über den FSB - also noch über die Northbridge des Mainboards - muss nicht mehr gegangen werden und man spart folgedessen reichlich Zeit, die direkt in erhöhte Performance umgemünzt wird. Mit aktuell 1066 MHz FSB zeigt sich die Core-Microarchitektur als durchaus zufrieden, wenngleich man sich einig ist, dass mit Anbindung eines direkten Speichercontrollers noch einmal eine kräftige Mehrperformance zu spüren wäre. Im Hinterkopf, dass die Architektur weiterhin auf den eigentlich ausgedienten FSB setzt, hat Intel allerdings geschickt die Stricke gezogen, so dass der FSB keinen wirklichen Flschenhals für die Core 2 CPUs darstellt. Ansatzweise ist dies gelungen, besonders, wenn man den Speicherbedarf mit dem des Pentium 4 vergleicht, der nach Bandbreite lechzt - an allen Ecken und Kanten.

Im Serversektor, wo schneller Speicher zum guten Ton gehört, hat Intel direkt von Beginn an auf erhöhten 1333 MHz FSB gesetzt. In der Praxis zeigt sich allerdings, dass in den Gros der Anwendung die Intel-CPU nur mit ca. 5% Profit aus dem erhöhten FSB schlagen kann. Ungeachtet dessen machen sich erste Gerüchte breit, dass Intel womöglich - wenn es hart auf hart kommt - die Penryn-CPUs mit satten 1600 MHz FSB ausstattet. Der so genannte Notnagel soll helfen, die womöglich als unterschätzt eingestuften K8L-CPUs auf Distanz zu halten, bis besagte Nehalem-Architektur Mitte oder Ende des nächsten Jahres erscheint.

Hierbei spielt aber abermals eine gehörige Portion Eigenkreation mit, denn wer sagt, dass die K8L-CPUs tatsächlich den aktuellen Intel-CPUs so überlegen sind. Zudem müsste man sich erneut um einen weiteren Chipsatz bemühen; Bearlake hat seine finalen Spezifikationen schon mit auf den Weg bekommen und könnte sicherlich nicht mehr kurzfristig auf 1600 MHz FSB aufgestockt werden. Des Weiteren wäre der Punkt des kaum nennenswerten Anstiegs der Performance zu klären. Lohnt sich also tatsächlich eine weitere Erhöhung des FSBs? Ehe scheint es uns, als würden kurz vor dem Launch der Star-Architektur (K8L) die Gemüter einmal mehr höher kochen, was dann in eher undurchsichtigen Gerüchten endet, deren Vertrauen als nicht allzu hoch einzustufen ist. Doch als öffentliche Hardwareseite leben wir von Gerüchten, sie ziehen uns an und verbergen doch auch meistens im Kern ein Stück Wahrheit.


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