Nvidia demnächst nur noch mit sechs Partnern?

NvidiaNachdem wir Anfang des Monats bereits berichtet hatten, dass Nvidia sich von fünf Grafikkartenherstellern trennen will, berichtet Fudzilla nun von einem noch weiterreichenden Schritt seitens des Grafikchipherstellers: Durch weitere Streichungen der Kooperationspartner soll die Zahl dieser auf lediglich sechs reduziert werden. Durch diesen Schritt würde sich Nvidia auch in Zeiten geringerer Produktmargen mit den verbliebenen Herstellern ein sicheres Fundament schaffen, da diese durch die gesunkene Konkurrenz ihre Preise nicht mehr so scharf ansetzen müssten.

Unter den verbliebenen Herstellern finden sich einerseits große Konzerne wie Asus, MSI und PC Partner (mit der Marke Zotac) und andererseits Hersteller mit bekannten Namen wie EVGA und XFX. Eine Ausnahme stellt der sechste verbliebene Partner, Palit, dar, welcher einerseits selbst relativ groß ist und unter dem Firmennamen Grafikkarten vertreibt, andererseits aber ebenfalls mit dem Tochterunnehmen Gainward eine Premiummarke besitzt.

Sollte sich dieses Gerücht bewahrheiten, würde Nvidia einen radikalen Schnitt von Herstellervielfalt zu einem recht beschränkten Angebot durchführen, bei dem auch Hersteller mit mittelgroßem Marktvolumen wie BFG oder Gigabyte nicht mehr berücksichtigt werden würden. Konkurrent AMD setzt bei den Radeon-Grafikkarten zwar auch einen kleineren Kreis an Partnern. Dieser wurde allerdings nicht so eng gezogen, wie es Nvidia nach dem aktuellen Bericht plant.

Momentan besitzt Nvidia 20 Partner, wobei eben jene 5 auf der Kippe stehen und weitere 9 im Raum.

Update: 21.10.2008, 16:15 Uhr:
Offenbar handelt es sich bei der Meldung um eine Ente. Nachdem bereits Hardware-Aktuell BFG kontaktiert hatte und diese den Ausstieg dementierten sowie auch HardTecs4U bei Gigabyte auf Empörung stieß, schreibt die Gerüchteseite Fudzilla nun selbst, dass man sich vertan hätte. Demnach würden die sechs genannten Partner nur von Nvidia bevorzugt werden. Ganz vom Tisch ist das Thema damit aber noch nicht: Am Ende vermerkt Fudzilla, dass definitiv Streichungen stattfinden, nur halt im deutlich kleinerem Umfang. Näheres verheißen die nächsten Tage und Wochen.


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14 Kommentare

14.) Christian 22.10.2008 - 17:00 Uhr
Fazit:

Viele Boardpartner kann sich nur ein Unternehmen leisten, das hohe Gewinne erwartet (große Nachfrage an Chips von Seiten der Boardpartner). Im Umkehrschluss lässt sich also sagen, dass nVidia ausreichende Gewinne wohl nicht mehr erwartet (Die Nachfrage ist aufgrund der guten Produkte von AMD deutlich gesunken). Daher werden schwache Partner fallen gelassen.

Genau das gleiche hat auch AMD/ATi vor wenigen Jahren gemacht/machen wollen.
13.) hmd 21.10.2008 - 20:24 Uhr
Du und ich kaufen beim Shop, der Shop kauft bei BFG (Boardhersteller) und BFG kauft bei nVidia.

Chiphersteller(nVidia) und BFG (Boardhersteller) sitzen nicht gemeinsam am Tisch und teilen sich die Gewinne, so ist es nicht. BFG kauft z.B. 10'000 GT-200 Chips ein, die bekommt er für 50 euro das Stück ... würde BFG 20'000 Chips kaufen, wäre der Preis vielleicht bei 45 Euro. Er könnte seine Karten also günstiger verkaufen, solang er sicher ist, dass er alle Karten absetzen kann.

Und genau da ist der Punkt wo auch viele nVidia Partner nicht zufrieden waren. Wenn nVidia nach kürzester Zeit schon B-Versionen seines Chips auf den Markt schmeisst, entwertet das die bereits von BFG eingekauften Chips. Jeder will ja die B-Version und BFG muss seine 20'000 Karten mit der Chipversion A jetzt günstiger an die Shops verkaufen (weil ja nVidia schon wieder ein neues Modell in der Leistungsklasse auf den Markt schmeisst). A-Version "Auslaufware" ist.

Mit ein Grund vielleicht dass man die grossen Partner schützen möchte. Die kaufen grosse Mengen ein und sind dementsprechend auch mehr von der Problematik der Chip-Derivate (+ / B) betroffen. Ein kleiner Boardhersteller kauft nicht so viele Chips ein (Preis vielleicht bei 55 Euro), hat aber dann auch nicht das Problem, dass er die Ladenhüter (A-Version) nicht aus dem Lager bekommt / verkaufen kann.

Bezüglich billiger verkaufen:
a) Man darf nicht drauflegen, zumindest langfritig nicht.
b) Wenn ich anstatt 20 Euro nur noch 10 Euro pro Stück verdiene, muss ich doppelt so viele Karten verkaufen.
12.) Duplex 21.10.2008 - 18:47 Uhr
ja aber wen man es billiger verkauft fehls nacher , der hersteller bekommt ja net das ganze geld sonden es wird doch am schluss aufgeteilt je nach marktanteil oder sowas... ??
11.) hmd 21.10.2008 - 17:38 Uhr
Das Produkt bleibt das Gleiche, stimmt. Kannst du dir doch selber einen Marktplatz vorstellen, 3 Stände verkaufen das gleiche Produkt X. Der rechts neben dir verlangt 100 Euro, der links neben dir 95 Euro. Was machst du damit du deine Ware los wirst? Du wirst für 94 Euro verkaufen, wenn du dabei noch genug verdienst. Und genau auf dem Spiel basiert der freie Markt. Je mehr von den Anbietern vorhanden sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Preise fallen.

Und so läuft das Spiel bei den Grafikchipherstellern (ATI, Nvidia) ... als auch eine Ebene weiter bei den Boardpartner (BFG, Gigabyte, Asus, MSI, XFX ...) und bei der letzten Stufe in den Läden, Internetshops, Ebay oder Mediamarkt. Alles Gegner in ihren jeweiligen Kategorien und je mehr es von denen gibt, desto härter ist auch der Wettbewerb (desto kleiner die Marge).

Umgekehrter (extrem) Fall ist der, wo du ganz alleine Produkt X verkaufen kannst (Apple), dann hängst du sicher nicht Preisschild 94 Euro raus ... dann versuchst du mal für 120 Euro die Sache zu verkaufen.

Sorry wenn alles alter Kaffee, sollte keine Belehrung sein. ;)
10.) Duplex 21.10.2008 - 14:51 Uhr
macht es eigentlich nen utnerschied obs 10partner sind oder 15 ?
das produkt bleibt doch immer das selbe und die menge auch ?
9.) Christian 21.10.2008 - 14:42 Uhr
Wie erwartet eine Ente:

Nvidia denies six partners only
http://www.fudzilla.com/index.php?optio ... 9&Itemid=1
8.) Duplex 21.10.2008 - 14:25 Uhr
die Partner wandern eben nicht zu AMD da AMD keine mehr will

und obs 19partner oder 5-7 sind jcukt hier doch keinen , wer so billigmarken aka POV kauf wo man nie weis ob die karte das ist wie Nvidia sie zeigt ist selber schuld

kaufe eh nur noch EVGA da mit service und leistung wichtigersind als "oh guck mal die karte ist 10€günstiger"
7.) hmd 21.10.2008 - 14:03 Uhr
@Bulldozer
Denk ich auch. Aber auch Vorteil für die paar verbliebenen nVidia-Partner denn wie bei Apple, Uhren, Kleider oder Autos zählt nicht nur das P/L, die Marke ist ebenso wichtig und solang es genügend Leute gibt, die für gleiche Leistung mehr bezahlen, geht die Reduktion auf ein paar Vertriebspartner (nicht ganz korrekt, Boardpartner) halt auf.

Aber langfristig kann das keine Lösung für nVidia sein. Die brauchen wieder Performance-Chips, die einfach ein besseres P/L bieten. Irgend wann ist der Bonus der (jahrelang) überlegenen Marke aufgebraucht. Das im Gegensatz zu Uhren oder Apple, wo es fast schnuppe ist welche Technik unten werkelt, es wird sowieso gekauft, hauptsche Marke passt. ;)
6.) Bulldozer 21.10.2008 - 13:11 Uhr
Dann gehen die Nvidia Boardpartner ebend nach AMD und verkaufen ATI Chips. Vorteil für AMD.
5.) hmd 21.10.2008 - 09:26 Uhr
Das ursächliche Problem sind halt die im Vergleich zur Konkurrenz viel zu teuren GT-200 Chips. Alleine das zwingt zu solchen Lösungen die den Markt innerhalb der "nVidia"-Produkte regulieren soll.
4.) Streamline 20.10.2008 - 22:51 Uhr
Nö, Fudzilla hat gute Quellen, kann sie nur manchmal nicht richtig intepretieren. Was ich hier aufgrund der Nennung von 6 Namen für recht unwahrscheinlich halte. Was z. B. noch sein kann, dass es lokal begrenzt ist...
3.) Gradenkov 20.10.2008 - 21:11 Uhr
Fudzilla = Gerüchteküche³
Hat das noch keiner begriffen ?
2.) Streamline 20.10.2008 - 18:41 Uhr
Dumm nur wenn er es auch noch nicht weiß. ;)
Mal abwarten ... so ganz aus der Luft gegriffen schreibt Fudzilla sowas nicht, dass hat er nicht nötig - zumal er die Namen der Partner genau nennen konnte.
1.) Christian 20.10.2008 - 18:38 Uhr
BFG bleibt weiterhin nVidia-Partner
"Fudzilla liegt falsch", so Graham Brown von BFG

http://www.hardware-aktuell.com/news/88 ... a_partner/