OpenSource versus Microsoft

MicrosoftLängst haben die OpenSource Systeme, allen voran Linux, den Status des kleinen Mitläufers der großen Redmonder Schmiede abgelegt. Der Trend zeigt: Immer mehr Leute wechseln zu Linux. Waren es anfangs nur die etlichen Server, die mit Linux ausgestattet wurden, fanden sich auch rasch Technik-Freaks, die den Umstieg auf die Nicht-MS-Plattform wagten und - das sei an dieser Stelle gesagt - es zumeist nicht bereut haben. Viele Studien belegen, wer einmal auf eine Nicht-MS-Plattform gesetzt hat, will nur schwer zum Redmonder Konzern wieder zurückkehren. Die Zahlen sind für Microsoft zwar lange noch nicht bedrohlich, doch sollte man die kostenlose Konkurrenz auch nicht unterschätzen.

Kleine Sticheleien kann sich Microsoft aber - wohl auch mangels Konkurrenz - nicht verkneifen und übt abermals Druck auf die "Kleinen" aus. So soll Horacio Gutierrez, Lizenzchef bei Microsoft, gegenüber dem US-Magazin Fortune erklärt haben, dass insgesamt 235 Microsoft-Patente durch OpenSource-Software verletzt würden. Allein 42 davon betreffen angeblich den Linux-Kernel. Die restlichen 193 Patentverletzungen sollen sich in der Linux-Benutzeroberfläche sowie in OpenOffice.org und anderen weiteren, eher unbekannten Anwendungen wiederfinden.

Prompt meldete sich gegen die Vorwürfe Linux CEO Linus Thorvalds zu Wort und prognostizierte, dass, wenn man Einblick in den Windows Quelltext hätte, sich dort ebenfalls unzählige Patentverletzungen wiederfänden. Aus diesem Grund verlangt Thorvalds, dass Microsoft eine Liste mit den mutmaßlichen Patentverstößen vorlegt, denn die Linux Foundation ist durchaus bereit, die entsprechenden Codezeilen umzuschreiben, sofern sie denn wüssten, was Microsoft am Code auszusetzen hätte. Dass Herr Gutierrez jedoch keine weiteren Details nannte, ist für Linux ein klares Zeichen dafür, dass mit Microsoft wieder einmal die Fantasie durchgegangen ist. Ständige, unbegründete Vorwürfe gegen die OpenSource Programme haben die Macher satt; Microsoft versucht sich immer wieder darin, das Image der OpenSource Konzerne anzukratzen.


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