Eigenen PC aufrüsten oder lieber neuen kaufen?

Eigenen PC aufrüsten oder lieber neuen kaufen?Eine der in Computer-Foren am häufigsten gestellten Fragen ist, ob man lieber den PC aufrüsten solle oder neu kaufen solle. Auch wir wollen uns heute dieser Frage annehmen und dazu zunächst die Faktoren benennen, die bei dieser Frage eine Rolle spielen.

Wichtige Faktoren sind Anforderungen an den PC, Zahlungsbereitschaft sowie technischer Fortschritt seit Kauf des aktuellen PCs.

Anforderungen an den PC ist der wichtigste Faktor. Nicht das Alter des PCs spielt eine Rolle! Ruft man nur einmal pro Woche eine Internetseite auf, genügt womöglich selbst der zehn Jahre alte PC. Verwendet man den PC als Server und erlebt einen regelrechten Besucheransturm, ist womöglich alle paar Monate aufrüsten oder gar ein neues System sinnvoll. Die Anforderungen an den PC müssen dann noch mit der Zahlungsbereitschaft vereint werden. Außerdem ist der technische Fortschritt seit Kauf des aktuellen PCs zu berücksichtigen. Grafikkarten entwickeln sich beispielsweise traditionell oft rasant, Soundkarten eher langsam.

Welche Engpässe gibt es häufig? Wo ist meistens kein Nachholbedarf?


Ein Computer besteht aus einer Menge verschiedener Hardware-Komponenten. Angefangen vom Gehäuse über das Netzteil hin zum Mainboard, Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatte, Grafikkarte zu vielen Extras wie Laufwerken, Lüftern und Soundkarten (oder allgemein Erweiterungskarten).

In die Kategorie „kein Nachholbedarf“ sind zunächst einmal das Gehäuse und Lüfter zu verfrachten. Sie wirken sich beide nicht direkt auf die Leistungsfähigkeit des Computers aus. Auch Laufwerke, Soundkarten und allgemein Erweiterungskarten sind weniger aufzurüsten. Meistens schlichtweg, wenn sie defekt sind oder eine besonders hohe Affinität beispielsweise für Musik vorliegt (Soundkarte).

Der Kauf eines neuen Prozessors empfiehlt sich, wenn entweder alle anderen Hardware-Komponenten schon erneuert wurden und er somit merkbar das gesamte System ausbremst oder Anwendungen inzwischen generell zu langsam starten bzw. teilweise sogar schon nicht mehr aufgrund zu schwacher/alter CPU. Ist der Prozessor schon wirklich mehr als betagt, ist in diesem Atemzug auch häufig die Investition in ein neues Mainboard fällig, da die CPU-Hersteller AMD und Intel öfters ihre Sockel und Chipsätze wechseln. Eine Investition in ein neues Mainboard allein ist hingegen eher selten, da gewöhnlich nur eine untollerierbare Mehrleistung (wenn überhaupt) erzielt werden kann. Etwaige, mangelnde Anschlussvielfalt lässt sich in der Regel besser über eine Erweiterungskarte ausgleichen.

In der Kategorie „häufig Engpässe“ findet sich gewiss der Arbeitsspeicher ein. Er lässt sich meist kostengünstig und einfach aufrüsten, wenngleich man den Standard dringend beachten muss (DDR, DDR2, DDR3, DDR4), der sich alle paar Jahre verändert. Eine Aufstockung des Arbeitsspeichers ist jedoch nur lohnend, wenn der Arbeitsspeicher oft voll läuft und dadurch das System ausbremst. Werden beispielsweise nur maximal 2 GB benötigt, wird das System mit 16 GB nicht schneller laufen als mit 4 GB. Dessen sollte man sich bewusst sein. Die unterschiedlichen Taktfrequenzen des Arbeitsspeichers wirken sich in der Gesamtperformance nur geringfügig aus, sofern man keine integrierte Grafiklösung besitzt, die den Arbeitsspeicher mitbenutzt, und sollten daher beim Kauf kein Grund sein.

Ähnlich wie beim Arbeitsspeicher ist auch die Aufrüstung einer Festplatte relativ unkompliziert. Gewechselt werden sollte hier natürlich primär, wenn die Speicherkapazitäten ausgehen. Aber auch all jene, denen Anwendungen zu langsam starten trotz vermeintlich ausreichender CPU-Power und genügend Arbeitsspeicher, sollten in eine neue Festplatte investieren, und zwar mit SSD-Technik. Durch rasend schnelle Zugriffe der SSD kann sich hier im Alltag insbesondere die gefühlte Performance merklich erhöhen.

Das Allheilmittel, wenn Spiele beginnen, zu ruckeln, ist die Investition in eine neue Grafikkarte. Nach der zweiten, neu gekauften Grafikkarte sollte man jedoch auch in Betracht ziehen, das gesamte System oder zumindest die Kernkomponenten Prozessor und Arbeitsspeicher ebenfalls mit auszuwechseln, da sie wahrscheinlich bis dahin auch schon einen erheblich limitierenden Faktor eingenommen haben.

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3 Kommentare

3.) skyrim3433 10.03.2015 - 09:19 Uhr
Hallo

Vielleicht könnte mir einer helfen ich habe das Motherboard ALiveNF6G-Glan und habe 4 gb ram drin
und benutzt in moment noch win xp sp3 .
ich habe mir schon win 7 geholt leider ist die onbourd grafikkarte zu schwach da ich nicht viel anung habe vom pc aufrüsten habe frage ich hir mal nach.

ps:ich spiele gerne browsergames aber da rückelt es.
gruß skyrim3433
2.) DustinGriffin 13.01.2014 - 09:26 Uhr
Hardware-Infos:
Eine der in Computer-Foren am häufigsten gestellten Fragen ist, ob man lieber den PC aufrüsten solle oder neu kaufen solle. Auch wir wollen uns heute dieser Frage annehmen und dazu zunächst die Faktoren benennen, die bei dieser Frage eine Rolle spielen.

Wichtige Faktoren sind Anforderungen an den PC, sowie technischer Fortschritt seit ... Weiterlesen

Ich denke, der Kauf neuer man nicht eine gute Wahl .. Sie können ganz einfach ein Upgrade und kann viel Geld sparen.
1.) rizawi 13.09.2013 - 22:53 Uhr
ergo kann man nach der 2. Grafikkarte das ganze System tauschen weil es eh neue Sockel und Rams gibt alle 5 Jahre und man mit einem Prozessorupgrade kaum Boden gut macht, wenn man nicht grad von vorn herein totalen Mist gekauft hat...
Für mich stellt sich tatsächlich eher die Frage wie viel man machen will. Ich richte lieber einen teuren Rechner ein mal ein und lebe dann damit bis mich irgendetwas nervt, was meist 3-6 Jahre sind(oft nach 3 Jahren mal Windows neu). 3 wenn ich mist gemacht hab, 6 wenn die hardware ihr Ding macht.
Ich hab bisher auch eher die Erfahrung gemacht, das ich mit ein bisschen Premium weniger Stress hab als 3 mal billig zu kaufen. Ich bau auch lieber einen HighEnd Kern zusammen und rüste die Grafikkarte auf als iwo zu sparen und dann iwann vor einem kompletten Dilemma zu sitzen und vielleicht nicht grad einen neuen Rechner kaufen kann oder will.
Wenn man von Gaming redet sollte man nun mal alle Komponenten ein wenig beachten, in den letzten Jahren hat sich einiges getan, so gibt es durchaus auch Sinn mal in ein Schallisoliertes Alugehäuse mit 3 14cm Lüftern zu investieren, beim dynamischen OC kann das schon einiges ausmachen und auch bei der Lebenslänge aller Bauteile.
Ich hab viele Rechner die nach 10 Jahren noch als 2. oder 3. Rechner in Betrieb sind ohne je Probleme gemacht zu haben, wie mein Internetrechner vor dem ich grad sitze, die Basis ein 3.2Ghz Dualcore ist für jegliche Tasks noch vollkommen ausreichend und wird es auch in 5 Jahren noch sein. Hätte ich da mit einem 2Ghz Dualcore gespart wie viele, wäre die Kiste kaum noch zu gebrauchen ausser als kleiner viel zu Energiehungriger Homeserver.

Was die Theorie mit dem dauernden kleinen Aufrüsten angeht, never touch a running system. Was macht man z.b. mit den alten Teilen wenns kein ganzer Rechner wird? Am Ende ist die Aufrüsterei teurer und auch noch arbeitsintensiv weil man bei den meisten Sachen gern das OS neu installieren darf und somit definitiv Scherereien hat.

Am Rande, DDR4 kommt erst noch, gibt eher noch Leute mit SDRAM...