Nvidia kündigt Tegra K1 mit 192 Kernen an

NvidiaHeute hat die Consumer Electronics Show in Las Vegas ihre Pforten geöffnet. Nvidia hat dies für sich genutzt, um seine neueste Tegra-Variante vorzustellen, die nicht wie vermutet auf den Namen Tegra 5 hört, sondern Tegra K1. Und das war nicht die einzige Überraschung: Tegra K1 wird mit 192 Kernen angepriesen.

192 Kerne hören sich zunächst einmal furios an vor dem Hintergrund, dass Tegra 4 noch mit „nur“ 4 Kernen offiziell geführt wird. Bei näherer Betrachtung fällt allerdings auf, dass Nvidia mit dem K1 Kerne gleich Shadereinheiten setzt und hiervon hatte Tegra 4 auch schon 72, womit sich die 192 relativieren, gleichwohl einen immer noch erheblichen Leistungsvorteil auf dem Papier versprechen.

Nvidia Tegra K1 wird mit 192 Kernen angepriesen

Nvidia demonstrierte die Gaming-Power des Tegra K1 unter anderem mittels Unreal Engine 4 basierender Applikationen, die grafisch einen sehr guten Eindruck hinterließen und ruckelfrei auf ersten 7 Zoll-Tablets debütierten.
Tegra K1 soll jedoch nicht nur in Tablets zum Einsatz kommen, sondern auch in Autos. Den Weg dorthin hat man schon mit den Vorgängern geebnet.

Bei der CPU-Leistung kann Tegra K1 gegenüber seinem Vorgänger auch etwas zulegen. Interessanterweise wird Nvidia hier zwei Varianten anbieten: Eine mit bekannter Kombi aus 4+1-ARM-Kernen, die nun allerdings mit 2,3 statt 1,9 GHz taktet sowie einer mit von Nvidia selbst entwickelten 64 Bit-fähigen ARM-Kernen auf Basis der ARMv8-Architektur (Project Denver) und bis zu 2,5 GHz pro Kern.

.Tegra 3Tegra 4Tegra K1
Prozess40 nm28 nm28 nm
ProzessorQuad-Core
ARM Cortex A9
Quad-Core
ARM Cortex A15, 1,9 GHz
Quad-Core
ARM Cortex A15, 2,3 GHz
Grafik12 SPs72 SPs192 SPs


Erste Geräte mit Tegra K1 soll es noch im zweiten Quartal dieses Jahres geben. Lenovo hat beispielsweise schon ein Produkt mit Nvidia Tegra K1 für Juli dieses Jahres angekündigt. Die ersten Varianten werden noch ausnahmslos auf den bekannten CPU-Untersatz setzen. Nvidias eigene ARM-Kerne werden in ersten Tegra K1-Geräten erst in der zweiten Jahreshälfte eingesetzt.

Es bleibt zu hoffen, dass Nvidia sein auf dem Papier gutes Produkt schnell in den Markt lassen können wird. Hieran war der Vorgänger Tegra 4 gescheitert.


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