C2-Hauptplatinen zeigen sich im Handel

IntelDer US-amerikanische Prozessorhersteller Intel, der im zurückliegenden Jahresviertel einen 29 Prozent geringeren Gewinn als im gleichen Vorjahreszeitraum erwirtschaftete, arbeitet zurzeit unter Hochdruck an den kommenden High-End-Prozessoren für den Sockel LGA 2011, die unter der Bezeichnung Ivy Bridge-E laufen. Diese werden voraussichtlich am 4. September erscheinen und die Leistung der gegenwärtigen Sandy-Bridge-E-Prozessoren nochmals steigern. Das ist auch notwendig, denn die neuen Haswell-Prozessoren erreichen teilweise sogar die Performance der aktuellen Sechskern-Modelle für den High-End-Sockel.

Asus Z87-Deluxe

Zuletzt vermeldeten wir, dass Intel mithilfe eines neuen Chipsatz-Steppings den USB-3.0-Bug beseitigen möchte. Ist ein USB-3.0-Gerät eingesteckt und der betroffene Computer wechselt in den S3-Standby-Modus, so wird dieses Gerät beim Aufwecken des Computers automatisch vom Betriebssystem neu erkannt. Ist währenddessen zum Beispiel ein Dokument, das sich auf dem USB-3.0-Gerät befindet, geöffnet, so können der Dateipfad ungültig werden und eventuelle Änderungen verloren gehen. Mithilfe des neuen C2-Steppings wird das USB-3.0-Gerät permanent erkannt, weswegen die oben geschilderte Situation nicht eintreten kann.

Der taiwanische Hersteller Asus bestätigte vor zwei Tagen, dass entsprechende Hauptplatinen in der kommenden Woche in den Einzelhandel gehen werden. Inzwischen sind bereits Mainboards mit dem neuen C2-Stepping bei hiesigen Internethändlern gelistet, aber noch nicht verfügbar. Dabei handelt es sich um insgesamt 23 Produkte von Asus, die allesamt mit dem Kürzel "C2" gekennzeichnet sind. Dazu zählen 16 Mainboards mit dem Z87-Chipsatz, vier Mainboards mit dem H87-Chipsatz sowie drei Mainboards mit dem B85-Chipsatz.

Von den C2-Hauptplatinen anderer Hersteller wie Asrock, Gigabyte oder MSI fehlt bis dato jede Spur. Die Unternehmen haben bislang noch nicht preisgegeben, ob sie die fehlerfreien Mainboards - wie Asus - extra kennzeichnen werden. Möglicherweise erreichen entsprechende Produkte schleichend den Markt, ohne dass der Endkunde erkennen kann, ob es sich um das C1- oder das C2-Stepping handelt. Da ein großer Hersteller seine Hauptplatinen kennzeichnet, gehen wir jedoch davon aus, dass die anderen Hersteller auf diesen Zug aufspringen werden.


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