Non-Z87-OC per Windows-Update deaktivierbar?

IntelEnde Juni berichteten wir, dass ein Mainboard-Hersteller erstmals das Overclocking eines Prozessors mit der Endung "K" auch ohne den teuren Z87-Chipsatz ermöglicht. Das taiwanische Unternehmen Asrock hat extra für diesen Zweck zahlreiche BIOS-Updates bereitgestellt, mit denen der Endkunde den Multiplikator auch mit den Chipsätzen H87 und B85 beliebig erhöhen kann - natürlich nur bis an das Limit des Prozessors. Damit hat Asrock einen Stein ins Rollen gebracht, denn inzwischen sind Elitegroup Computer Systems (ECS), Biostar, Gigabyte sowie Asus auf diesen Zug aufgesprungen. Von Micro-Star International (MSI) können wir dies zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch noch nicht behaupten.

Intel Haswell - Core-i7-Prozessor

Wir hatten bereits im Vorfeld vermutet, dass dieses Verhalten der Mainboard-Hersteller dem großen Unternehmen ein Dorn im Auge sein könnte. Immerhin wirbt Intel mit zahlreichen Overclocking-Features für den teuren Z87-Chipsatz, die inzwischen allerdings nicht mehr Z87-exklusiv sind. Dementsprechend sollte der Z87-Absatz zurückgehen, während der Absatz für die günstigeren Chipsätze ansteigen sollte.

Da sich die Mainboard-Hersteller allerdings weigern, die OC-Möglichkeiten der Hauptplatinen mit den Chipsätzen H87, B85 und H81 wieder zu entfernen und es für Intel ein großer Aufwand wäre, die Prozessoren so zu verändern, dass sie sich ausschließlich in Verbindung mit einem Z87-Chipsatz übertakten lassen, geht der Branchenriese inzwischen einen anderen Weg. Aktuell arbeitet Intel angeblich an einem Windows-Update, das die OC-Funktionen im BIOS wieder deaktivieren soll. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können wir allerdings nicht berichten, wie dieser Vorgang genau funktionieren soll.

Der weltgrößte Prozessorhersteller hat bislang jedoch noch nichts offiziell verkündet, aber dass Intel kein Freund des Non-Z87-Übertaktens ist, sollte jedem klar sein. Eine ähnliche Situation gab es bereits mit manchen Phenom-II-X2-Prozessoren, bei denen der Endkunde relativ einfach zwei schlummernde Kerne im BIOS aktivieren konnte. Vor vier Jahren hatte AMD ebenfalls ein Microcode-Update gebracht und verhinderte auf diese Art und Weise weitere Unlock-Versuche.


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