AMDs Bulldozer-CPUs mit Turbo Core 2.0

AMDMit Spannung wird dem Launch der ersten AMD-Prozessoren auf Basis der grundlegend überarbeiteten Bulldozer-Architektur entgegen gefiebert. Nachdem vorab Informationen über die Sockel-Kompatiblität, die Cache-Ausstattung, die Ziel-Taktraten, die Bezeichnungen der Desktop-Ableger und zuletzt auch der zu erwartenden Performance aufgetaucht sind, gibt es jetzt erste Details zur neuen Turbo Core-Technologie: Turbo Core 2.0.

AMD hatte im Zuge der Vorstellung der Sechs-Kern-Prozessoren Phenom II X6 erstmals die so genannte Turbo Core-Technologie eingeführt. Diese ermöglichte eine Taktsteigerung der Hälfte der Kerne um bis zu 500 MHz, während die anderen drei Kerne in den Ruhezustand versetzt wurden.

Mit Turbo Core 2.0 soll der Takt aller aktiven Kerne um bis zu 500 MHz gesteigert werden können, was allerdings die Frage in den Raum wirft, warum man dann nicht den Prozessor von vornherein mit 500 MHz mehr Takt in den Handel schickt. Zudem soll bei Belastung der Hälfte der Kerne oder weniger noch mehr Taktpotential für die aktiven Kerne vorhanden sein. Dies kann man im Blog von AMD-Mitarbeiter John Fruehe nachlesen.
Die bislang einzige Aussage zu den Taktfrequenzen der Bulldozer-CPUs wurde im November letzten Jahres im Rahmen der ISSCC getätigt, als man Bulldozer-CPUs mit mehr als 3,5 GHz Takt umwarb. Unklar ist bis heute, ob in diesen 3,5 GHz bereits die 500 MHz Turbo einberechnet worden sind.

Im Gegensatz zu Turbo Core wird Turbo Core 2.0 außerdem nicht nur bei den Desktop-Prozessoren Zambezi Verwendung finden, sondern auch den Server-Prozessoren Valencia und Interlagos. Anhand letzterem mit immerhin 16 Kernen erklärt Fruehe auf seinem Blog eingehender die Funktionsweise, die sich allerdings nicht sonderlich von der ersten Turbo Core-Generation unterscheidet.


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3 Kommentare

3.) isigrim 03.02.2011 - 11:36 Uhr
Das funktioniert bei TurboCore 2.0 deshalb, weil AMD jetzt endlich dank Powergating einzelne Cores (Llano) oder einzelne Module (Bulldozer) abschalten und gleichzeitig dank einer digitalen Power-Management Einheit die übrigen Cores entsprechend der TDP hochtakten kann. Diese zwei Schlüsselfeatures für einen funktionierenden Turbo hat Thuban noch nicht und deshalb ist TurboCORE 1 quasi so nutzlos wie ein Kropf.

Das mit der übertaktung aller Cores könnte besipielsweise bei Teilauslastung erfolgen. Wenn ich einen großen Integer-Workload habe und die FP-Einheiten nicht ausgelastet sind, kann ich das ganze Modul höher takten, ohne an Lastgrenzen zu stoßen. Sieht man ja bei den Grafikkarten ganz gut: Vollllast ist nicht gleich Volllast.
2.) rizawi 03.02.2011 - 09:30 Uhr
Für mich klingt Turbo Core 2.0, als versucht man die Kunden etwas zu vergackeiern.
AMD versucht jetzt, wenn ich das richtig verstehe, OC und UC als neues Feature zu verkaufen was ich mit TurboEvo von Asus oder vorher rmclock eh schon lange relativ einfach und frei machen kann, oder hat Turbo Clock 2.0 dabei noch zusätzliche Funktionen?, das das automatisch geht kann man auch ohne grossen Wirbel programmieren. Das das ganze in nem Server so zuverlässig funktioniert bezweifle ich im allgemeinen überhaupt...
1.) atrox 03.02.2011 - 08:07 Uhr
"was allerdings die Frage in den Raum wirft, warum man dann nicht den Prozessor von vornherein mit 500 MHz mehr Takt in den Handel schickt."

Das ist eine sehr gute frage.

Aber trotzdem im großen und ganzen hört das sich doch viel versprechend an