CeBIT 2009 – Corsairs neue Welt

MessenEs ist schon immer etwas seltsam, was in der IT-Branche vor sich geht. Der eine Hersteller sieht in der Konzentration auf das Kerngeschäft den Weg aus der Krise. So konnte zum Beispiel Kingston Technology den Absatz letztes Jahr um 41 Prozent steigern und verbuchte trotzdem einen Umsatzeinbruch von etwa 500 Millionen US-Dollar.

Netzteile bei Corsair

Auf der anderen Seite heißt der Trend expandieren. So war Corsair bisher vor allem für schnellen und oft sehr gut übertaktbaren Arbeitsspeicher sowie für USB-Sticks und andere Flash-Speicher bekannt, begann nun aber bereits vor einiger Zeit, auch Netzteile herzustellen. Eine an und für sich kluge Entscheidung, sind doch die Gewinnspannen bei Netzteilen sehr groß. Allein der Umsatzanteil der Netzteile soll laut Corsair bereits bei etwa 20 Prozent liegen.

Corsairs Gehäuse Prototyp

Doch auch hier macht Corsair nicht Halt und will in Zukunft zumindest ein Gehäuse anbieten - ob weitere folgen, wird der Markt zeigen. Wie schon bei den Netzteilen setzt man nicht auf Einsteiger, sondern auf professionelle Nutzer. Allgemein wirkt das Innere ähnlich dem eines Antec P180 / P182, trotzdem sieht man viele neue Ansätze und auch die Breite des Towers macht den Einbau großer Kühler möglich. Zudem lassen sich die Kabel sauber hinter dem Mainboard-Schlitten verlegen. Letzterer verfügt über eine große Einfassung an jener Stelle, wo sonst die CPU sitzt. Dadurch ist es möglich, auch ohne das Mainboard auszubauen, Kühler mit Backplate zu wechseln beziehungsweise die CPU, die unter jenem liegt. Mehr oder minder normal in der Preisklasse sind Möglichkeiten zur Ausführung von Schläuchen für die Wasserkühlung; weniger normal sind die Bohrungen für einen Tripelradiator oben im Gehäuse.

Dominator GT mit DDR3-2000 und CL8-8-8-24

Natürlich lässt man auch das Hauptgeschäft nicht außer Acht und präsentiert den neuen Dominator GT-Speicher. Dabei handelt es sich um 3x 1 GiB mit den Latenzen 7-8-7-20 bei DDR3-1866 sowie DDR3-2000 und 3x 2 GiB DDR3-2000-Module mit Latenzen von 8-8-8-24 beziehungsweise 7-8-7-20. Diese werden bei einer Spannung von nur 1,65 Volt erreicht, was die Module auch für den Core i7 nutzbar macht. Möglich werden diese Spezifikationen durch eine vierfach-Selektion.
Angefangen bei den einzelnen Chip-Modulen über die Platinen mit Modulen mit installiertem Heatspreader und zu guter letzt zu dritt als Tripple-Channel-Kit. Die Kits werden nicht im normalen Verkauf vertrieben sondern sind nur in Corsairs eigenem Shop für 300 bis 580 US-Dollar zu erwerben.

BackUp auf Knopfdruck

Und auch bei den USB-Sticks geht es eine Runde weiter und Corsair erhöht die Kapazität auf 64 GiB. Die USB-Sticks sind in der Gehäusegröße nochmal angewachsen, doch ließ man verlauten, dass die nächste Kapazitätssteigerung (128 GiB) bei den gleichen Gehäusen stattfinden wird.

Wirklich neu ist Corsairs Backup-Lösung. Dabei handelt es sich um eine Art Docking-Station für USB-Sticks, welche via Software gesteuert wird und für normale wie inkrementelle Backups zur Verfügung steht. Das Backup kann zeitgesteuert oder auf Knopfdruck an der Docking-Station gestartet werden. Als Speichermedium können USB-Sticks aller Hersteller fungieren. Man verzichtet also auf eine Beschränkung für eigene Produkte.


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2 Kommentare

2.) N1truX 13.03.2009 - 13:19 Uhr
Die auf dem Foto werden aber nicht funktionieren, ist nur ein PCB mit Heatspreader ;) Es gab aber auch welche in Aktion zu sehen und die sind schon echt was feines^^
1.) Sennahos 13.03.2009 - 12:27 Uhr
Die Selektierten Speicher sind ja der Hammer(momentan), aber voll teuer leider,.,.
sehen auch voll edel aus