Nvidia lässt fünf Partner fallen (Update)

NvidiaFür Nvidia läuft es in den letzten Wochen nicht ganz rund: Während AMD immer neue Radeon-Karten vorstellt, die mit geringen Herstellungskosten und hoher Performance überzeugen, fehlt es dem Unternehmen an Santa Clara an Reaktionsmöglichkeiten - abgesehem vom Senken der Preise. Doch durch die gesunkenen Verkaufspreise wird es für Nvidia schwieriger, eine große Menge an Partnern zu halten, da sich diese den Gesamtumsatz der Geforce-Karten teilen müssen - und bei den aktuell niedrigeren Verkaufspreisen werden auch die Margen gesunken sein. Der ebenfalls sinkende Marktanteil an Nvidia-Grafkkarten trägt sein übriges dazu bei.

So hat man sich jetzt entschlossen, von fünf bisherigen Herstellern zu trennen. Mit dieser Maßnahmen versucht das Unternehmen aus Santa Clara wohl zumindest die großen Partner weiter exklusiv an sich zu binden. Zuletzt hatte Gainward als bisheriger Nvidia-Produzent auch ATI-Grafikkarten ins Angebot mit aufgenommen. Die Unterstützung durch große, exklusive Partner ist für Nvidia jedoch wichtig, da diese auch in Schwächezeiten an einem hohen Absatz von Geforce-Grafikkarten interessiert sind und dementsprechend z. B. mit niedrigen Preisen oder verstärkter Werbung handeln.

Geht es nach Fudzilla, so will sich Nvidia mit Foxconn sogar von einem sehr großen Konzern trennen. Dieser versucht seit geraumer Zeit zwar verstärkt im Endkundensegment Fuß zu fassen, Erfolgsmeldungen fehlen jedoch bisher. Auch einen zweiten Namen kann die Website nennen: Club3D. Dieser fertigt schon seit längerem nicht nur Geforce- sondern auch Radeon-Karten, in diesem Fall wäre also kein Nvidia-exklusiver Partner betroffen. Welche drei weiteren Unternehmen betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Allerdings sollen diese Einschnitte ersteinmal nur für den europäischen Verkaufsbereich gelten.

Update: Laut einem weiteren Bericht Fudzillas handelt es sich bei den drei weiteren Boardpartnern um Albatron, Biostar und Elitegroup.


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5 Kommentare

5.) (th) 06.10.2008 - 03:59 Uhr
Juhu das hat der Nvidia-Aktie wahrscheinlich den Rest gegeben.
Mal ganz im Ernst, ich sehe keinen Vorteil darin diese Partner abzustossen, mich hat es schon aufgeregt als AMD/Ati sich nicht auf einige Firmen einlassen wollte.
Was ist mit dem Support der Firmen, die Nvidia verlaesst? Hoert der auf? Das waer dann ja echt bitter.
4.) hmd 05.10.2008 - 23:15 Uhr
Interessant wird auch zu sehen sein, wie sich das auf die Preise der ATI-Produkte auswirkt. Sie wollten ja ursprünglich nicht mehr Boardpartner beliefern, vielleicht überlegen sie sich das noch mal. Mehr Boardpartner müssten eigentlich wegen grösserer Konkurrenz die Preise nochmals drücken. Was die ATI-Karten bezüglich P/L noch attraktiver als bisher macht.

So wenig NVIDIA Boardpartner machen sich zumindest den Markt nicht kaputt. Gibt immer noch Käufer die Karten lieber Grün kaufen und etwas mehr Geld zahlen. Denke für die Nvidia-Kunden ist das aber keine gute Meldung. Je weniger Konkurrenz, desto mehr muss man für die Karten bezahlen.
3.) KodeX 05.10.2008 - 16:59 Uhr
Das ist auf keinen Fall ein Zeichen dafr das Nvidia Pleite geht xD. Das zeigt höchstens, dass Die HD 4000 Serie von AMD dem grünen Grafikkartenhersteller Marktanteile geklaut hat und Nvidia nicht mehr ganz so große Haufen scheißt wie noch davor ;-)...
2.) Duplex 05.10.2008 - 16:31 Uhr
ich glaub kaum das Nvidia pleite geht
sie sparen halt nur =)
selbst wen störts hier einen das Club3D weg geht ? die sollten auch POV abstossen , bei Club3d hat man eh keinen service und schlechte qualität ( ich hatte mal zwei grakas von dene )

POV macht aus guten chips ( G92 ) ne midrage karte und veunsichert kunden die sollen weg
1.) Cartman 05.10.2008 - 16:19 Uhr
Ohje Nvidia...Der Anfang vom Ende.