Nvidia steigt ins Raytracing-Geschäft ein

UnternehmenDerzeit findet im kalifornischen San Jose der "Editors Day" von Nvidia statt, wo man bekannt gab, dass Nvidia die Übernahme eines Raytracing-Unternehmens plant. Im engeren Sinne handelt es sich um "RayScale", ein 8-Mann-Unternehmen, das an der Universität von Utah gegründet wurde.

Rayscale hat einen Hybrid-Renderer entwickelt, der das bisherige "Rasterizer-" mit dem "Raytracingverfahren" kombiniert. Diese Software hört auf den Namen "LightNow" und ist ein Zusatz für Autodesk Maya. Sie beherrscht einige Techniken, die man auch in Spielen antrifft, wie zum Beispiel "Global illumination", "Environment mapping" oder "High Dynamic Range Rendering". Zwar konnte man das auf dem Kongress vorgestellte Material nicht in Echtzeit berechnen, jedoch soll das in Zukunft kein Problem sein, so Nvidia. Des Weiteren befindet sich LightNow noch in der Beta-Phase, so dass man noch weitere Techniken einfügen wird und gegebenfalls Performancesteigerungen erhält.

Wann und überhaupt ob man diesen Hybrid-Renderer auch in Spielen einsetzen kann, ist zurzeit fraglich, da man nicht abschätzen kann, wie sich der Markt entwickeln wird. So ist beispielsweise nicht sicher, ob Raytracing-Unterstüzung in der nächsten Direct3D-API enthalten sein wird. Es ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass Nvidia sich alle Wege offen hält und für den Notfall vorsorgt, besonders in Anbetracht des verbalen Schlagabtausches mit Intel in den letzten Wochen.

Zu Nvidias größtem Konkurrenten im Raytracing-Bereich, nämlich Intel in Form des Larrabee und seiner ManyCore-Technologie, sind ebenfalls einige neue Details ans Tageslicht gekommen. So soll dieser in der zweiten Jahreshälfte 2009 auf dem IDF in San Francisco offiziell vorgestellt werden und die ersten sechs Monate nur dem Server-Bereich zur Verfügung stehen, danach können auch Privatkunden zugreifen. Intels Larrabee soll auf bis zu 24 Rechenkerne zurückgreifen können, die über ein 1.024-Bit-Bussystem mit GDDR5-Speicher kommunizieren. Ob dies auch wirklich die finalen technischen Daten sind, kann man nicht 100-prozentig zusichern, jedoch beziehen sich diese auf interne Intel-Dokumente, die TGDaily vorliegen.


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1 Kommentar

1.) Sennahos 26.05.2008 - 00:32 Uhr
Amd hat mit der zeit da voll das nachsehen, Technologie mäßig.