Intel: AMD Phenom X3 ein "Zufallsprodukt"

IntelMit der Ankündigung, die K10-Generation auch mit insgesamt drei Kernen vorzustellen, überraschte AMD Kenner wie Laien zugleich. Auch Intel dürfte von AMDs Vorgehen sichtlich überrascht gewesen sein, musste jedoch derweil nichts befürchten, da die Dreikerner bis dato nicht im Retail-Markt angekommen sind und "nur" über Distributoren den Besitzer wechseln. Allmählich ändert sich diese Situation aber: Es sind knapp zwei Wochen seit der offiziellen Vorstellung vergangen und die preiswerten Dreikerner verkaufen sich zum Ärgernis Intels wie warme Semmel.

Intel: AMD Phenom X3 ein "Zufallsprodukt"

Die OEMs stellen dem Phenom X3 ein hervorragendes Urteil aus und finden nur Worte des Lobes für AMDs raffinierten Schachzug gegen die vermeintliche Übermacht Intel. Vor dem Hintergrund, dass Intel die derzeit dominierende Marke im CPU-Geschäft ist, scheint es diese nun doppelt und im wahrsten Sinne des Wortes dreifach zu ärgern, dass AMD mit seiner interessanten Marktpolitik um die Hand der Kunden hält. Diesen Unmut drückte man nun damit aus, dass man an die Gerüchteküche "Fudzilla" eine Folie schickte, die anprangert, dass der vierte Kern defekt oder deaktiviert sei. Dass dies der Fall ist, ist allseits bekannt und nichts neues, dennoch scheint Intel hierin Erfolg zu sehen, den Phenom X3 "schlecht" zu reden.

Wenn Fragen zur Performance des Phenom X3 auftauchen, verweist Intel darüber hinaus immer wieder gerne auf die Systems 2007, wo Pentium E2x00-Modelle angeblich den Phenom X3 haben stehen lassen sollen. Wesentlich glaubwürdiger sind da die vor wenigen Tagen aufgetauchten Vergleiche auf "it168.com", die den Intel Core 2 Duo E7300 aber tatsächlich vor dem Phenom X3 8600 sehen. Unklar ist jedoch weiterhin, ob bei den Messungen der TLB-Fix aktiv oder inaktiv war. AMD hat, ohne Frage, mit dem Phenom X3 einen Coup gelandet, der so von der Konkurrenz nicht geplant war.


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5 Kommentare

5.) mieze 09.04.2008 - 01:01 Uhr
Das ist doch im Grafikkartenmarkt schon seit Jahren gebräuchlich. Damit erzielt man schlichtweg eine höhere Gewinnmarge und verkauft Top-Produkte zum geringeren Preis. Denn warum sollte man diese wegwerfen (finanzieller Verlust), wenn man auch einfach einen Teil deaktivieren kann und dieser damit keinen Einfluss auf die Leistung des Restes hat. Ein sinnvoller und logischer Schritt, der sowohl für AMD, als auch für interessierte Kunden nur von Vorteil sein kann :D
4.) KodeX 08.04.2008 - 22:28 Uhr
Kennt man ja von Intel...
3.) Luk Luk 08.04.2008 - 07:02 Uhr
Hat Intel nichts anderes zu tun, als das zu behaupten, was schon jeder wusste?
2.) Mr.Smith 08.04.2008 - 04:35 Uhr
Mich würde interessieren wie der 3 Kern im vergleich zu denn 2 und 4 kern cpus in sachen Leistung ist.

Sowie die Unterstützung in sachen Software und Games.
1.) KodeX 07.04.2008 - 23:03 Uhr
Was ist denn daran eigentlich so schlimm, wenn ein Triple-Core aus drei funnktionstüchtigen und einem defekten Kern besteht? Man zahlt ja nicht für 4, sondern für 3 Kerne... da ist doch nichts verwerfliches dabei.