nVidia baut Marktanteile gegen ATi aus

NvidiaGrafikchiphersteller nVidia nutzt die Gunst der Stunde und baut seine Marktanteile im Desktopsektor mehr und mehr aus. Bereits im ersten Quartal des Jahres konnte man seine Marktanteile um satte 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern, wohingegen ATi einen Verlust von 6,6 Prozent hinnehmen musste. Die jetzt für das zweite Quartal veröffentlichten Zahlen setzen den Trend ungebremst fort.

In diesem Quartal konnte nVidia erstaunliche 32,6 Prozent Marktanteil im Grafikkarten-Desktopsektor erreichen. Im Vorjahr verfügte man fast nur über halb so viele Anteile, nämlich 19,7 Prozent. Zu der Zeit war der kanadische Grafikchiphersteller ATi auch noch nVidia überlegen. Man hatte einen Marktanteil von 26,7 Prozent und damit 7 Prozentpunkte mehr als die Konkurrenz. Doch in diesem Jahr musste ATi knallhart einstecken. Die Verschiebung der DirectX 10 Grafikkartengeneration sowie die dann enttäuschende Performance, gepaart mit einem neuen Negativrekord beim Stromverbrauch sind die Hauptgründe für das schlechte Abschneiden. Die Tafel zeigt für ATi in diesem Quartal 19,5 Prozent an. Damit steht es zwischen nVidia und ATi aktuell 32,6 Prozent vs. 19,5 Prozent - ungewohnt deutliche Verhältnisse!

Obwohl nVidia dieses Jahr, und speziell dieses Quartal, Marktanteile stark ausbauen konnte, steht an der Spitze der im Desktop-Sektor verkauften Grafikkarten immer noch Intel, die mit 37,6 Prozent aber nur noch einen dünnen Vorsprung vor nVidia haben. Die restlichen Marktanteile schnappen sich die Firmen VIA bzw. S3. Besonders letztere überraschen mit immerhin 7,7 Prozent Marktanteil. Matrox ist mit einem Anteil von 0,2 Prozent weit abgeschlagen.

Analysten gehen davon aus, dass sich ATi im dritten Quartal wieder einigermaßen berappeln wird. Die Radeon HD 2000 Serie ist übergreifend - also im Low-, Mid-, und High-End Markt - vorgestellt. Auch wenn mancherorts die Performance nicht mit der der Konkurrenz übereinstimmt, bietet man dem Kunden dennoch ein reichhaltiges Portfolio an, das sich in den Quartalszahlen niederschlagen sollte. Eine für ATi böse Trendwende könnte es nur geben, wenn nVidia tatsächlich im November die GeForce 9800 Serie - und damit bereits die nächste Grafikkartengeneration - enthüllt. Wir werden den Markt weiter beobachten.


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