Intels Penryn nach hinten verschoben

IntelDie chinesischen Kollegen von HKEPC haben bei nicht näher genannten Mainboardherstellern Intels Launchpolitik für 2007 in Erfahrung bringen können, welche einige Überraschungen aufweist. So wurden Intels Prozessoren der neuen Penryn-Architektur nach hinten verschoben, die Low-Cost CPUs Pentium E und Celeron 400 jedoch auf einen früheren Zeitpunkt vorverlegt.

Obwohl die Entwicklung des Penryn hervorragend verläuft und schon Ende letzten Jahres erste Prototypen der in 45nm gefertigten Architektur vom Band liefen, scheint Intel den selbst gesteckten Termin im Herbst nicht einhalten zu können. Nun ist von Dezember 2007 für die Yorkfield Extreme Edition (45nm, Quad-Core, bis zu 12 MiB Cache) und dem ersten Quartal 2008 für Yorkfield und Wolfdale (45nm, Dual-Core, bis zu 6 MiB Cache) die Rede, was auf die großen Restbestände der NetBurst-Prozessoren u.a. zurückzuführen ist. Zeitgleich erreichte uns die Meldung, dass sowohl Yorkfield als auch Wolfdale auf die aus der NetBurst-Architektur bekannte HyperThreading-Technologie setzen werden, die dem Betriebssystem die doppelte Anzahl an CPU-Kernen vorgaukelt. Der Yorkfield könnte somit über acht - wenn auch Virtuelle - Kerne verfügen und somit AMDs Star-CPUs den Rang ablaufen. Außerdem wurde bekannt, dass die Low-Cost Modelle der aktuellen Core-Architektur schon im Mai erscheinen sollen, statt nach der ursprünglichen Planung im dritten Quartal. Namentlich sind das die Pentium E21x0- und die Celeron 400-Reihe, über die wir schon in der Vergangenheit des öfteren berichteten.

Intel Penryns Die

Doch was bedeutet das für den Endverbraucher? Die Penryn-Prozessoren erscheinen später, verfügen aber über die doppelte Anzahl an Threads, was eigentlich erst für die Nehalem-Architektur geplant war. Somit wird sich auch der passende Mainboardchipsatz Bearlake (auch bekannt als "3"-Reihe) nach hinten verschieben. Doch welche CPUs launcht Intel dann in der zweiten Jahreshälfte 2007? Da wäre zum einen die Möglichkeit höher getaktete Core 2 Quads auf Basis des Kentsfield zu releasen und zum anderen weitere Low-Cost Modelle der Core 2 E4x00-, Pentium E21x0- und Celeron 400-Serien herauszubringen. Da der Bearlake bekanntlich keine Netburst-CPUs unterstützen wird, werden die Lager von alten Pentium 4-/D- und Celeron-Prozessoren in rund einem Jahr sicherlich geräumt werden und somit die eben genannten Prozessoren in den Bereich unter 100 Euro fallen. Bis zum 4. Quartal 2007 möchte Intel keine Prozessoren der Netburst-Architektur mehr verkaufen, geschweige denn den Händlern liefern. Zeitgleich rechnet Intel damit, dass die Core 2 Quad-CPUs fünf Prozent der gelieferten Intel-Prozessoren ausmachen; der Core 2 Duo rund 70 Prozent. Die restlichen 25 Prozent sollen sich der Pentium E21x0 und Celeron 400 teilen. Aufgrund dieser Verschiebung wird wohl auch die Nehalem-Architektur, welche für Anfang 2008 angesetzt war, noch etwas länger auf sich warten lassen. Intels Vice President der DEG Group Operations Steve Smith bestätigte jedoch in einem Interview mit DailyTech, dass Nehalem definitiv 2008 erscheinen werde.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

0 Kommentare