Hersteller zeigen Radeon X1650 XT

AMDMit dem Start in die neue Woche haben zugleich einige Hersteller via Pressemitteilung verkünden lassen, zwei bzw. ein neues Produkt ins Portfolio geholt zu haben. Betroffen ist das Modell Radeon X1650 XT, das die ATi-Partner sowohl in einer PCI-Express als auch in einer AGP Variante anbieten. Auch wenn die X1650 XT erst in ca. zwei Wochen erhältlich sein wird, listet die Preissuchmaschine Geizhals schon eine ganze Reihe von Produkten. Die Preise schwanken dabei von 130 bis 160 Euro, der vorgegebene Preis der Kanadier beziffert sich auf 149 Euro.

Der ein oder andere mag sich sicher fragen, wer oder was hinter der X1650 XT steckt. Den Namen hat man vielleicht schon einmal gehört, als die X1950 Pro vorgestellt wurde, danach war es jedoch recht leise um die wirklich potente Mainstream-Karte aus Kanada geworden, ehe heute eine ganze Flut an X1650 XT-News das Web überschwappte. Nun, die X1650 XT ist mehr als ein einfacher Ableger der X1600 Serie, auch wenn die Namenskennzeichnung dies noch nicht verdeutlichen mag. Es handelt sich bei der X1650 XT um einen neu entwickelten RV560 Chip, der schon im fortschrittlichen 80nm Prozess gefertigt wird, und mit 8 Pixelpipelines sowie 24 Pixel-Shader Einheiten alles andere als träge voranschreitet. Auf der X1650 XT sitzt wahlweise ein 256 MiB oder 512 MiB Speicher, der mit 1350 MHz angesprochen wird und es in Kombination mit dem 128-Bit Speicherinterface auf über 20 GB/s Bandbreite bringt. Ferner darf sich der mit insgesamt 8 Vertex-Shadern ausgestatte Chip mit einer norminellen Kernfrequenz von 575 MHz und einer ordentlichen Füllrate von 4.6 GTexel/s rühmen. Die kompletten technischen Daten sind wie immer unserem ATi Grafikkartenportal zu entnehmen.

Ersten Tests zufolge schlägt sich der neue Vertreter äußerst gut und stellt sich auf das Niveau einer 7600 GT/X1800 GTO. Letztgenannte dürfte aufgrund der X1650 XT sowieso bald abdanken, denn hauseigene Konkurrenz schadet bekanntlich nur. Um über die Karte ein abschließendes Fazit zu fällen, ist es gewiss noch zu früh, allerdings scheint es, als hätte ATi mit dem Chip auf jedenfall in die richtige Richtung entwickelt. Einziger Kritikpunkt bleibt wohl - wie schon bei den vorangegangenen Modellen - dass die Modelle allesamt zu spät kommen, denn nVidia ist mit seiner erfolgreichen GeForce 7600er Serie schon seit März dieses Jahres im Geschäft. ATi hat in diesem-, wie auch im letzten Jahr den Zug "Mainstream-Karte" verpasst. Und die Zukunft mag ebenfalls nichts Gutes heißen, denn nVidia wird aller Voraussicht nach schon im Frühling des nächsten Jahres seinen Mainstream-Ableger auf GeForce 8 Basis vorstellen, wohingegen der Mainstream-Chip der Kanadier erst für kommenden Herbst anvisiert ist.


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