Mitte 2007 DDR3-Chipsätze von Intel

IntelIn diesen Tagen freundet sich Intel wohl mit der vielleicht schon ungewohnt gewordenen Position an, dass man der Konkurrenz um Welten überlegen ist. Gemächlich und selbstsicher kann man der Zukunft entgegentreten. Mit der Core-Microarchitektur haben die Intelaner ihre Hausaufgaben gemacht und könnten sich eigentlich entspannend zurück lehnen. Stattdessen blickt man schon wieder zielgerichtet in die Zukunft und plant den Core 2 CPUs durch neue Speichertechnologien, sowie einem gestiegenen FSB weiter auf Kurs zu halten. Nachdem man erst kürzlich die Chipsatzserie 965 (Broadwater) vorestellte, hat man nun schon wieder einen weiteren Chipsatz in der Mache, der im 2. Quartal 2007 erscheinen soll und bisher unter dem Codenamen Bearlake entwickelt wird.

Jener Chip, der indes in den Varianten Bearlake-G und Bearlake-P auf den Markt kommen soll, kann wohl als einzige "Neuheit" mit einem 1333 MHz hohen FSB dienen. Zwar können die aktuellen Chipsätze (i975X und P965) noch mit keinem offiziellen FSB 1333 Support aufwarten, allerdings zeigen Übertaktungsversuche, dass ein FSB von 1333 MHz in den meisten aller Fällen keine große Hürde birgt. Somit bleibt die Hoffnung, dass die neuen Core 2 CPUs mit 1333 MHz FSB eventuell auch auf einer aktuellen Platine zum Einsatz kommen könnten. Wie eingangs erwähnt unterscheidet Intel zwischen Bearlake-G und P. Bei der G Variante soll es sich um eine Variante mit integrierter Videoeinheit handeln - Intel Clear Video Technology wird unterstützt - die P Variante wird die "normale" Standardausführung sein.

Für das 3. Quartal 2007 sind weitere Ausführungen für den Bearlake Chipsatz geplant. Zum einen der Bearlake-G+, der neben dem DDR3 Support wohl auch noch eine verbesserte Grafikleistung (Direct3D 10 Unterstützung) und HDCP-Support mit sich bringt, zum anderen der Bearlake-X, der aller Voraussicht nach im High-End Sektor agieren wird und somit den aktuellen 975X Chipsatz ablösen wird. Auch der DDR3 Support ist sein markantestes Merkmal, allerdings wird er nicht wie der Bearlake-G+ DDR2 800 und DDR3 1066 aufnehmen können, sondern ausschließlich DDR3; dafür wird allerdings auch Support bis DDR3 1333 gewährleistet. Zudem werden die zwei PCI-Express x16-Slots voll den Spezifikationen der PCI-Express 2.0 entsprechen.

Des Weiteren wird bei der von DigiTimes aufgetauchten Roadmap explizit beim Bearlake-G+ auf Quad-Core Support hingewiesen, was in der Hinsicht komisch ist, da Intel bereits dieses Jahr erste Quad-Core Prozessoren plant. Vermutlich sind hier nicht die Extreme Editions gemeint, sondern die "normalen" Desktop-CPUs. Weiter geht man davon aus, dass alle Chipsätze einen neuen Input/Output Controller Hub spendiert bekommen werden. Vermutlich wird dieser auf den Namen ICH9 hören und - wie schon der ICH8 - in zwei Versionen verfügbar sein, der Raid (ICH9R) und der Digital-Home (ICH9DH) Variante. Man kann schon jetzt sagen, dass Intels Paket für die Zukunft sehr gut geschnürt ist, einzig und allein der ständige Chipsatzwechsel dürfte manchem böse Aufstoßen lassen.


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