AMD gewinnt x86-Marktanteile durch Konsolen

AMDFür den US-amerikanischen Prozessorhersteller AMD sieht es längst nicht mehr so düster aus wie noch vor einem Jahr. Im zurückliegenden Quartal konnte das finanziell angeschlagene Unternehmen sogar einen geringen Gewinn erwirtschaften. Mit den 2011 eingeführten Accelerated Processing Units (APUs), die sowohl einen CPU- als auch einen GPU-Teil besitzen, haben die Kalifornier erfolgreiche Produkte im Mainstream-Bereich vorzuweisen. Zuletzt vermeldete AMD sogar, dass insgesamt schon über 100 Millionen APUs unter den Mann gebracht wurden. Am 5. Dezember werden schließlich die Kaveri-Prozessoren erscheinen und die Verkaufszahlen nochmals ankurbeln.

Kabini-DIE

Das sind verhältnismäßig rosige Aussichten für die gebeutelte Chipschmiede aus Sunnyvale. Wie Dean McCarron, Analyst beim Marktforschungsunternehmen Mercury Research, inzwischen mitteilte, stieg AMDs Marktanteil an x86-Prozessoren im dritten Quartal 2013 auf 19,3 Prozent. Im gleichen Vorjahreszeitraum lag dieser noch bei 16,1 Prozent. Dies entspricht einer Steigerung von 19,9 Prozent. Der Marktführer Intel verlor hingegen 3,7 Prozent und ließ in dieser Disziplin von 83,3 auf 80,2 Prozent federn. Die sonstigen Hersteller haben nach wie vor einen verschwinden kleinen Marktanteil, der getrost ignoriert werden kann.

Als Hauptgrund für diese Verbesserung gelten die Verträge mit Microsoft und Sony, die bereits die letzten Quartalszahlen deutlich aufwerteten. Da die beiden Next-Gen-Konsolen über einen x86-SoC-Prozessor von AMD verfügen, wurden die bis dato ausgelieferten Chips natürlich in die Statistik miteinberechnet. Weil die Xbox One und die Playstation 4 erst in den kommenden Tagen erscheinen und sich vermutlich millionenfach verkaufen werden, ist das Ende der Fahnenstange längst nicht erreicht. Die Strategie, sich künftig vermehrt auf Produkte jenseits des klassischen PC-Bereichs zu konzentrieren, zeigt also allmählich Wirkung.


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