Neues Apple-Patent für mehr Schutz beim iPhone

AppleWenn ein Smartphone versehentlich auf den Boden fällt, landet es nicht selten auf einer Ecke oder direkt auf dem Displayglas. Häufig geht dabei das Frontglas zu Bruch, wodurch auch das Display unter Umständen in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Dann hilft meist nur eine teure Reparatur oder ein Austausch des Gerätes. Doch in Zukunft sollen solche Schäden weitestgehend vermieden werden können.

Patent US 2013/0257582 A1



Eine Katze fällt immer auf die Pfoten


Apple hat ein neues Patent angemeldet, durch welches das iPhone künftig noch besser im Falle eines Sturzes geschützt werden soll. Durchaus könnte es sinnvoll sein, wenn ein Smartphone im Falle eines Sturzes immer zuerst auf die Stelle fällt, die einen solchen Stoß einstecken kann, ohne dass gleich ernsthafte Schäden entstehen. Einen Schönheitsfehler kann man schließlich eher mal wegstecken, als einen Defekt an der Hardware.

In einem insgesamt 44 Seiten umfassenden Patent mit der Kennziffer US 2013/0257582 A1 vom 3. Oktober 2013 wird von den drei Apple-Ingenieuren Fletcher Rothkopf aus Los Altos, Colin M. Ely aus Cupertino und Stephen B. Lynch aus Portola Valley beschrieben, wie der Vibrationsmotor des iPhone dazu verwendet werden soll, Schäden am Gerät zu vermeiden. So sollen die Geräte-Sensoren erkennen können, wenn das iPhone stürzt, in welcher Position sich das Gerät befindet, und dieses durch Vibrationen in eine Lage bringen, in welcher der geringste Schaden entsteht.

Patent US 2013/0257582 A1



Umsetzung könnte problematisch werden


Bei der Umsetzung des Patents könnten sich durchaus einige Probleme einstellen. Ein Problem könnte etwa die Geschwindigkeit sein, mit der das iPhone fällt. Ebenso kommt als ungewisser Faktor die Entfernung zum Boden hinzu. Dies sind beides Werte, die von keinem Sensor so richtig erfasst werden dürften. Zudem ist der zur Verfügung stehende Platz im iPhone doch sehr begrenzt, weshalb hier nicht allzu viele Vibrationsmotoren verbaut werden könnten.

Sollten die Tüftler von Apple es jedoch tatsächlich schaffen, die in diesem Patent beschriebene Technologie wirklich umzusetzen, wäre dies ein entscheidender Schritt in puncto Sturz-Sicherheit. Doch bis es soweit ist, sollte man auf einen Bumper nicht verzichten.


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3 Kommentare

3.) rizawi 13.10.2013 - 19:52 Uhr
geiler wär so ein airbaghelm wie es die schon für leute gibt :p ... fällt dir das phone runter bläst sich erst mal ne schutzhülle drum auf :D ...
Ich hab derweil ein Nokia, das kann man mit voller Wucht ausm 2. Stock schmeissen, da haben die Strassenflicker wieder wochen lang Arbeit^^...
2.) Overclocked 12.10.2013 - 01:53 Uhr
Soweit ich weiss sind doch Beschleunigungssensoren in jedem Smartphone bereits gang und gebe? Wie würde sonst detektiert werden in welche Position ich gerade mein Smartphone halte. Misst man die Zeit zusätzlich lässt sich die Fallgeschwindigkeit leicht berechnen.

Wie man die Höhe über Grund innerhalb Sekundenbruchteilen mit den Boardmitteln eines Smartphones festellen soll, ist mir aber auch ein Rätsel.

Zuletzt frag ich mich, welchen Einfluss das Drehmoment eines Vibrationsmotors im Vergleich zum Drehmoment des gesamten Iphones haben kann. Der Motor kann ja nur wenige Gramm wiegen...

Nicht desto trotz mein HTC ONE X ist schon etliche Male runter gefallen... nie ist was dran gewesen. Nicht mal nen Kratzer im Display. Da lob ich mir die Polycarbonate ;)
1.) Luk Luk 11.10.2013 - 16:31 Uhr
Das Bild zeigt als Schritt "Calculate/Estimate distance to impact surface", was schon vermuten lässt, dass es Wege und Möglichkeiten gibt, die Entfernung abzuschätzen. In der Regel ist von ca. einem Meter auszugehen. Zumindest ist das die Position, in der ein Smartphone in der Regel gehalten wird.