Doug Stoakley wechselt von Nvidia zu AMD

AMDDer US-amerikanische Prozessorhersteller Nvidia hat in den zurückliegenden Monaten bereits die Geforce GTX 780, die Geforce GTX 770 und die Geforce GTX 760 offiziell vorgestellt. Die nächste Grafikkarten-Generation des Konkurrenten AMD erscheint wohl erst im Oktober, doch möglicherweise lohnt sich das lange Warten. Die kommende Volcanic-Islands-Serie könnte bereits im fortschrittlichen 20-Nanometer-Herstellungsprozess gefertigt werden. In diesem Fall hätte das Flaggschiff, das bis zu 4.096 Shadereinheiten besitzen könnte, mindestens die Performance der aktuellen Dual-GPU-Grafikkarte Radeon HD 7990 - allerdings ohne Mikroruckler und bei einer akzeptablen Leistungsaufnahme.

Nun wechselt Doug Stoakley, Senior Director of Worldwide Sales for Tegra and Mobile bei Nvidia, zum großen Konkurrenten AMD. Beim Unternehmen aus Sunnyvale wird Stoakley für die weltweiten GPU-Verkäufe verantwortlich sein, damit AMD wieder Gewinne erzielt. Im zurückliegenden Jahresviertel musste der Prozessorhersteller einen Verlust von 74 Millionen US-Dollar hinnehmen. Trotz dieser schlechten finanziellen Entwicklung wechselten in den vergangenen Monaten zahlreiche große Namen zu AMD.

Zu Beginn des Jahres wechselte etwa Nvidias ehemaliger Vice President Roy Tayler zu AMD und zuvor gewann das Unternehmen die renommierten Experten Jim Keller und John Gustafson. Überdies wurde im April bekannt, dass der anerkannte Grafik-Experte Raja Koduri von Apple zu AMD zurückkehrt, um dort die Rolle des Corporate Vice President of Visual Computing auszuüben. Vor zwei Monaten wechselte außerdem Sean Pelletier, der bei Nvidia für den Notebook-GPU-Bereich zuständig war und dort ein Fachmann auf den Gebieten Optimus-Technik, Windows-RT-Systeme mit Tegra-Prozessoren und Apple-Notebooks mit Nvidia-GPUs war, zu AMD. Bei den Radeon-Machern kümmert sich Pelletier vor allem um das GPU-Marketing.

Möglicherweise steht es um AMD nicht ganz so schlecht, wie befürchtet, denn die US-Amerikaner konnten immerhin zahlreiche Experten für sich gewinnen. Durch die Vorstellung der Playstation 4 und der Xbox One, die beide sowohl einen Prozessor als auch eine Grafikkarte von AMD verwenden, stehen die Chancen auf einen wirtschaftlichen Aufschwung zumindest nicht schlecht. Es bleibt abzuwarten, ob sich AMD tatsächlich wieder erholt oder ob das Unternehmen oder zumindest ein Teil des Unternehmens verkauft wird.


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