Intel verbucht 29 Prozent weniger Gewinn

IntelDer Prozessorhersteller Intel hat Anfang Juni seine neue Haswell-Mikroarchitektur für Desktop- und Mobile-Computer offiziell vorgestellt. Drei Tage später veröffentlichte der Branchenriese zahlreiche Haswell-Prozessoren für Ultrabooks und dennoch bringt Intel weiterhin Produkte auf Ivy-Bridge-Basis auf den Markt. Darüber hinaus stellte das Unternehmen zehn neue Mittelklasse- und Einsteiger-CPUs vor, die alle noch auf der Ivy-Bridge-Mikroarchitektur basieren. Doch auch die kommenden High-End-Produkte von Intel werden noch nicht auf Haswell basieren. Vor einigen Wochen konnten wir mit einer Intel-Roadmap aufwarten, die bestätigte, dass die Ivy-Bridge-E-Prozessoren im dritten Quartal 2013 erscheinen werden.

.Q2 2012Q3 2012Q4 2012Q1 2013Q2 2013
Umsatz13,501 Mrd. $13,457 Mrd. $13,477 Mrd. $12,580 Mrd. $12,811 Mrd. $
Gewinn2,827 Mrd. $2,972 Mrd. $2,468 Mrd. $2,045 Mrd. $2,000 Mrd. $

Inzwischen hat der weltgrößte Prozessorhersteller die Quartalszahlen für das zweite Jahresviertel 2013 veröffentlicht. Das Unternehmen aus Santa Clara vermeldet einen Umsatz von 12,811 Milliarden US-Dollar sowie einen Gewinn von 2,000 Milliarden US-Dollar. Diese imposanten Zahlen werden lediglich durch das Vorjahresergebnis getrübt. Im gleichen Quartal des zurückliegenden Jahres erwirtschaftete Intel einen Umsatz von 13,501 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 2,827 Milliarden US-Dollar.

Der Umsatz des Branchenriesen ist somit um etwa fünf Prozent zurückgegangen, während der Gewinn einen 29-prozentigen Rückgang verzeichnet. Auch im ersten Quartal 2013 schnitt Intel nicht wirklich gut ab. Hier erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 12,580 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 2,045 Milliarden US-Dollar.

Intel Haswell - Core-i7-Prozessor

Der gesunkene Umsatz und der damit verbundene geringere Gewinn sind hauptsächlich auf den schwachen PC-Markt zurückzuführen. Vergangene Woche konnten wir diesbezüglich mit konkreten Zahlen aufwarten. Laut den Analysten von Gartner und der International Data Corporation (IDC) ist der Markt für Desktop-Computer im zurückliegenden Jahr um ungefähr elf Prozent zurückgegangen. Das geringere Interesse an herkömmlichen Computern ist natürlich auf den Smartphone- und Tablet-Markt zurückzuführen, in dem Intel zurzeit nicht präsent ist.

Eine weitere Rolle für Intels Umsatz- und Gewinnrückgang könnten die neuen Haswell-Prozessoren spielen, die laut den Kollegen von Digitimes.com kaum Abnehmer finden. Die Hersteller von OEM- und Notebook-Computern möchten offenbar zuerst lagernde Sandy-Bridge- und Ivy-Bridge-CPUs verkaufen, weswegen Intel nicht gerade mit Bestellungen überhäuft wird. Nichtsdestotrotz verbucht das Unternehmen noch einen riesigen Gewinn – die Schwarzmalerei sollte sich also in Grenzen halten.


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