Notebook-Absatz soll wieder deutlich steigen

UnternehmenDer mobile Bereich der Smartphones und Tablets wird zunehmend wichtiger, was natürlich auch einen Einfluss auf den klassischen PC-Markt hat. Gestern vermeldeten wir, dass die Computerhersteller Acer uns Asus von weiterhin steigenden Preisen für Desktop- und Notebookspeicher ausgehen, weil die verschiedenen Speicherhersteller einen großen Teil ihrer Produktion mittlerweile auf die mobile Sparte umgestellt haben. Das führt zu einem knapperen Angebot und zusammen mit der wachsenden Nachfrage, die durch das Erscheinen der kommenden Haswell-Prozessoren zunimmt, werden die Speicherpreise weiterhin steigen. Seit Jahresbeginn sind die Preise für Arbeitsspeicher bereits um zirka 20 Prozent gestiegen.

Ebenfalls betroffen ist der Absatz von Notebooks, der im letzten Jahr rapide zurückgegangen ist. Wie Ray Chen, der Aufsichtsratsvorsitzende des taiwanischen Auftragsherstellers Compal Electronics, im Branchendienst Digitimes.com verrät, geht man für das zweite Jahresviertel von einem Auslieferungsnachlass von zehn Prozent, verglichen mit dem zweiten Quartal 2012, aus. Doch gleichzeitig gibt Ray Chen Entwarnung, denn der Bestelleingang soll wieder deutlich anziehen. Gerade Notebooks mit Touchscreen, die im laufenden Quartal bereits einen Anteil von neun bis zehn Prozent haben, sollen für diesen Anstieg verantwortlich sein. Da der Anteil der Notebooks mit Touchscreen zu Jahresbeginn noch bei vier bis fünf Prozent lag, rechnet der Aufsichtsratsvorsitzende damit, dass im vierten Quartal bereits 20 Prozent des Ausstoßes über ein Touchscreen verfügen werden.

Dementsprechend ist Compal Electronics aktuell mit Planungen für die Erweiterung der Fertigungskapazitäten beschäftigt. Eine Fabrik, im westchinesischen Chengdu gelegen, hat angeblich noch Kapazitäten zur Ausweitung - aktuell produziert sie 700.000 Notebooks pro Monat. Eine weitere Fabrik in Chongqing muss allerdings ausgebaut werden, damit die steigenden Absätze gemeistert werden können.

Außerdem rechnet das Marktforschungsunternehmen WitsView mit einem deutlichen Anstieg der Notebook-Verkaufszahlen bis zum Jahresende. Vor allem Modelle mit 11,6- und 13,3 Zoll sollen hierbei im Mittelpunkt stehen. Überdies sollen Notebooks weiterhin günstig bleiben, da die schlechten Absatzzahlen der vergangenen Monate unbedingt ausgeglichen werden müssen.


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