Sandforce SF-2000 mit bis zu 500 MB/s

SpeichermedienSeit dem Erscheinen der ersten SSDs mit Sandforce-Controller waren die entsprechenden Geräte heiß gefragt. Inzwischen haben fast alle Hersteller SSDs mit Sandforce-Controller im Programm und die Preise sind in der Zwischenzeit auch auf mehr als konkurrenzfähigem Niveau. Für noch höhere Geschwindigkeiten gepaart mit modernen Features hat Sandforce nun die zweite Generation seiner Controller vorgestellt. SATA3 ist dabei ebenso mit an Bord wie Hardware-Verschlüsselung.

Bis zu 500 MB/s sollen mit den Sandforce SF-2000 beim Lesen und Schreiben möglich sein. Dabei wurden auch die IOPS bei 4 kb-Blöcken auf 60.000 gesteigert. Sandforce prognostiziert gegenüber den Vorgängern (SF-15xx) beim Einsatz von 34 nm-Micron Flash eine Leistungssteigerung zwischen 84 und 120 Prozent, was nur durch die Unterstützung von SATA3 mit 6 Gbit/s überhaupt möglich ist, denn schon die aktuelle Generation kratzt an der Grenze des SATA2-Standards.
Interessant ist ein Feature, das Sandforce als Power-Performance-Throttling bezeichnet. Damit soll der Stromverbrauch reduziert werden, wenn weniger Leistung gebraucht wird. Anand Lal Shimpie rechnet aber angesichts des gestiegenen Stromverbrauchs bei den kommenden Intel-SSDs auch für die neuen Sandforce-basierten Laufwerke insgesamt mit einem gesteigerten Stromverbrauch.
Die SF-2000 Generation wird zunächst mit drei Controllern antreten. Der SF-2300 wird dabei auf industrielle Anwendungen abzielen und unterstützt dementsprechend einen größeren Temperaturbereich. Für das Enterprise-Segment gedacht sind SF-2500 und SF-2600. Für ambitionierte Normalkunden dürfte zunächst vor allem der SF-2500 interessant werden. Dagegen wird der große Bruder SF-2600 noch speziell für den Server-Einsatz Unterstützung für SAS erhalten und Sektorengrößen über 512 byte unterstützen, um ECC-Informationen zu speichern.

Bei den zugehörigen NAND Flash-Chips unterstützen die neuen Controller alles, was der Markt derzeit bietet; unter anderem auch die von Intel zukünftig für den professionellen Einsatz favorisierten Dura-Class MLC-Chips, die sie zukünftig statt SLC-Speicher einsetzen wollen. Auch die kommende 2x-nm-Generation wird unterstützt und dürfte dann vor allem höhere Speichermengen bieten. Daneben tauchen auf der Featureliste auch 256 Bit-AES-Verschlüsselung sowie ONFI2 auf.

OCZ arbeitet in Form der Deneva-Serie schon an ersten Produkten auf Basis der neuen Controller, die wohl ab dem 1. Quartal 2011 am Markt auftauchen werden. Andere Hersteller haben für den professionellen Einsatz schon PCI-Express-SSDs auf Basis des SF-2000 mit bis zu 4 GB/s auf der Roadmap.


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