CES: Neues vom Fermi

NvidiaDer Tage findet in Las Vegas die alljährlich wiederkehrende CES statt. Wir sind leider nicht direkt vor Ort, wollen Ihnen aber trotzdem durch gute Kontakte und Recherchen im WWW möglichst viele Informationen bieten.
So ließ Nvidia keinen direkten Blick auf Karten der Fermi-Architektur zu, allerdings gab es einige neue „Informationshäppchen“ in Form von Tech-Demos und Worten von Jen-Hsun Huang (Nvidias CEO), die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

Zuerst die wohl wichtigste Nachricht: Laut Nvidia befindet sich Fermi bereits in der Volumen-Produktion. Wie groß dieses Volumen ist, also wie viele Wafer tatsächlich vom Band laufen, verriet Nvidia dabei leider nicht. Genauso wenig, wie lange die Volumenproduktion bereits läuft. Normalerweise sind im Grafikkarten-Bereich etwa drei Monate von der Produktion erster Wafer in Massenproduktion bis zum Release des entsprechenden Produkts einzurechnen. Dies würde sich mit den aktuellen Spekulationen zu einem Launch Anfang März – und somit womöglich zur Cebit in Hannover – decken.
Branchenintern wird aktuell allerdings nicht mit einer breiten Verfügbarkeit vor Mitte/Ende April beziehungsweise Anfang Mai gerechnet. Alles Andere wäre aufgrund der anhaltend schlechten Lage bei TSMC auch verwunderlich gewesen. Informationen zu Preisen liegen zurzeit noch nicht vor, über erste Leistungsspekulationen hatten wir erst vor Kurzem berichtet.

Etwas weniger abstrakt sind dagegen erste Informationen zu neuen Tech-Demos und Multimedia-Features. So zeigt Nvidia auf einem wassergekühlten Triple-SLI-System die Tech-Demo „Rocket Sled“, welche bereits auf DirectX 11 setzen soll sowie ausgiebig Gebrauch von PhysX macht. Auf dem Youtube-Video von den Kollegen von LegitReviews.com ist ein Teil der Tech-Demo sowie des darin enthaltenen Mini-Spiels zu sehen und wird von einem Nvidia-Mitarbeiter erläutert.
Interessante Fakten am Rande: Das Temperatur-Display des Gehäuses ist mit Klebeband verdeckt worden – ein Hinweis auf eine hohe TDP oder nur allgemein Triple-SLI geschuldet? Auch einer gewissen humoristischen Anekdote bezüglich der andauernden Verspätungen und kursierenden Probleme (TDP, Yield-Raten, Taktbarkeit etc.) des Fermi kann sich die Tech-Demo nicht entziehen. Auf einen großen Raketenschlitten immer geradeaus bis der Boden unter den Füßen – oder in diesem Fall Rädern – weg fällt und der „Karren gegen die Wand gefahren wird“.

Ebenfalls neu stellt sich „3D Vision Sorround“ dar. Hierbei geht es um eine Kombination von 3D-Optik und Multi-Monitor-Systemen. Die Anzahl der Anwender dürfte aufgrund der nötigen Hardware (eine Grafikkarte je 3D-Monitor sowie einem entsprechend leistungsstarkem Unterbau) und eben der entsprechenden Anzahl der 3D-Monitore jedoch vorerst recht klein ausfallen.
Weitere interessante Fakten dazu. Der Fermi wird vorerst nicht mehr als zwei Monitore je Grafikkarte unterstützen und dementsprechend im Bereich Multi-Monitor AMDs „Eyefinity-Technologie“ vorerst unterlegen sein. Da allerdings auch für „Eyefinity“ ähnlich hohe Investitionen notwendig sind wie für „3D Vision Sorround“ und gerade im Bereich Gaming zuerst das Problem der noch sehr breiten Display-Rahmen gelöst werden muss, kann aktuell weder für AMD noch Nvidia ein wirklicher Vor- beziehungsweise Nachteil gesehen werden.
Nebenbei sei bemerkt, dass es aktuell Zweifel gibt, ob die „3D Vision Sorrund“-Demo tatsächlich auf Fermi-Karten ausgeführt wurde. Anscheinend wurden hierzu noch drei Karten der GT200-Generation verwendet. Dies wäre etwas negativ im Hinblick auf Fermi, positiv allerdings für alle GT200-Besitzer, die mit der Idee spielen, sich ein solches System zuzulegen.


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3 Kommentare

3.) Dampfkanes 10.01.2010 - 18:01 Uhr
ach mist, ich hatte in Erinnerung, die Techdemo lief auch in 3d-Surround, dabei wars ja nur normales 3d Vision. Mein Fehler
2.) N1truX 10.01.2010 - 17:59 Uhr
Der Wakü-PC wurde allerdings nicht für die 3D-Sorround Demo genutzt.
1.) Dampfkanes 10.01.2010 - 17:56 Uhr
gegen die Verwendung von GT200-Karten spricht aber die Stromversorgung, die man auf den Pics vom Wakü-PC sieht.
der 8Pin-Anschluss ist links und der 6Pin-Anschluss ist rechts. Bei meiner GTX 280 ist es schon mal genau anders rum und eine GTX 285 hat nur 2x 6Pin-Anschlüsse.
Außerdem stimmt diese Anordnung mit der auf der Graka überein, auf dem der Heaven-Benchmark lief.