Intel, AMD und VIA gelangen zu alter Stärke

ProzessorenVor gut einer Woche präsentierte das Marktforschungsinstitut Jon Peddie Research die Grafikkartenmachtverhältnisse im zweiten Quartal 2009. Dabei war auffällig geworden, dass sich die Branche - gemessen an der Anzahl verkaufter Grafikkarten - in etwa wieder auf Vorjahresniveau befindet und damit die Talsohle, die sich gegen Ende letzten Jahres durch die weltweite Wirtschaftskrise eingeschlichen hatte, überwunden scheint.
Ähnliches vermeldet nun auch das Marktforschungsinstitut Mercury Research für den Prozessormarkt.

Demnach wuchs dieser im zweiten Quartal 2009 gegenüber dem Vorquartal um 13,8 Prozent. Legt man das Vorjahresquartal zugrunde, so muss man zwar von einem 2,9 prozentigen Verlust sprechen, dieser ist jedoch tollerierbar bzw. ändert nichts an der Situation, dass die weltweite Wirtschaftskrise mit ihren dunklen Wolken offenbar an der Prozessorbranche überraschend schnell weitergezogen ist.

Im Einzelnen konnte Intel seine marktbeherrschende Stellung weiter ausbauen und kommt jetzt wieder auf 80,5 statt 78,2 Prozent Marktanteil, nachdem AMD Intel in der Krise Anteile abluchsen konnte.
Man selbst besitzt jetzt 18,7 statt 20,9 Prozent Marktanteil und befindet sich damit wieder auf Vorjahresniveau.
VIA konnte zwar gegenüber dem letzten Quartal seine Anteile von 0,8 auf 0,9 Prozent steigern, im Vorjahreszeitraum besaß man allerdings noch 1,3 Prozent.

Wie Mercury Research weiter ausführt, habe sich nicht nur der Grafikkarten- und Prozessormarkt überraschend schnell erholt, die gesamte Halbleiterbranche steht wieder in relativ gutem Licht da. Im Vergleich zum ersten Quartal sollen die Halbleiterhersteller 17 Prozent mehr Chips verkauft haben, ganz zu alter Stärke ist man damit aber noch nicht zurückgekehrt: Im zweiten Quartal 2008 verkaufte man noch 20 Prozent mehr. Dennoch kann man auch hier von einer Trendwende sprechen.


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