Intel Lynnfield mit weniger QPI-Takt

IntelWie die in den letzten Tagen nur noch schwerlich erreichbare Seite Expreview berichtet, wird Intel Lynnfield, der Mainstream-Nehalem, der vielerorts auch schon als Core i5 bezeichnet wird, entgegen bisheriger Annahme doch auch auf das QPI-Interface setzen. Gegenüber den laufenden Core i7-Prozessoren scheint es nur eine Taktsenkung zu geben.

Das vormals im Zusammenhang mit Lynnfield ins Gespräch gebrachte, langsamere DMI-Interface soll angeblich nur die Kommunikation zwischen Prozessor und Ibexpeak, Intels Plattform-Controller-Hub, über den nicht nur die PCI-, und PCI-Express-Schnittstellen angesprochen werden sollen, sondern auch die Serial-ATA-Ports, Ton, Bild (VGA oder Display-Port/HDMI), LAN und USB, sicherstellen.

Das QPI-Interface, welches offenbar nur noch die PCI-Express-Lanes und das DMI-Interface mit den Kernen verbinden soll, soll gegenüber den Core i7-Prozessoren langsamer takten. Prinzipiell ist auch hier der Referenztakt, der weiter 133,33 MHz betragen wird, Taktgeber. War bei Core i7 920 und 940 der QPI-Multipliktor allerdings auf 18 gesetzt und beim Core i7 965 XE auf 24, was in 2,40 und 3,20 GHz beziehungsweise 4,8 und 6,4 Gigatransfers pro Sekunde mündete, soll dieser bei den Lynnfield-Prozessoren auf 16 begrenzt sein. Damit käme er auf 2,13 GHz beziehungsweise 4,26 Gigatransfers pro Sekunde.

Ursächlich für die Taktsenkung am QPI-Interface soll wohl die Verlustleistung sein. Denn der Takt des QPI-Interfaces beeinflusst auch merkbar die Leistungaufnahme des Prozessors; da alle Lynnfield-Prozessoren mit 95 Watt TDP spezifiziert werden sollen, ist es gut möglich, dass man hier den Rotstift angesetzt hat.
Ausschließen kann man aber ebenso wenig, dass Intel den QPI-Takt senkt, um die Vormachtstellung der laufenden Core i7-Prozessoren aufrecht zu erhalten. Die Taktfrequenzen, welche vor Kurzem durchgesickert sind, legen den Schluss nahe, dass sie beinahe gleich schnell werden - auch das Dual- statt Triple-Channel-Interface tangiert die Performance nur im geringen Maße.

Lynnfield wird Intels letzter Nehalem-Prozessor im 45 Nanometer-Verfahren werden. Er soll nach letzten Roadmaps im dritten Quartal dieses Jahres vorgestellt werden.


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3 Kommentare

3.) touly 28.04.2009 - 19:34 Uhr
man darf die kleineren modelle offiziell hochtakten bzgl des qpi´s
2.) eXEC 28.04.2009 - 19:04 Uhr
Laut eurem eigenen Bericht können alle i7 Prozessoren einen QPI von 6,4 GT/s! Ist da nun was dran??!?
1.) PCuser90 28.04.2009 - 17:48 Uhr
Wie schon im Artikel erwähnt, bringt höherer QPI-Takt so gut wie keinen Performance-Gewinn - und ein Minus von 11 % wird sicher kaum einer merken. Und wenn man dadurch die Leistungsaufnahme in Grenzen halten kann - bitte, gerne!
Auf jeden Fall ist es gut, dass der Lynnfield nun doch mit QPI arbeitet und nicht alles über DMI läuft, was ihn unter Umständen tatsächlich etwas hätte ausbremsen können... Außerdem wäre es wahrscheinlich zu aufwendig gewesen, die Architektur des Lynnfield im Vergleich zum i7 noch einmal so stark zu verändern, wo doch beides Nehalems sind! Von daher überrascht mich dieses Detail nicht sonderlich.
Die Rückkehr zum Dual-Channel-Controller ist einerseits logisch, um sich eindeutig vom i7 abzugrenzen, andererseits dürfte dies auch der Komplexität und der Leistungsaufnahme des Lynnfield zugute kommen.