Intel VT wird bei fünf CPUs nachgereicht

IntelEinem Bericht auf heise online zufolge wird der Prozessorriese ab Mitte Juni fünf bereits jetzt im Portfolio befindliche Core 2-Modelle um die Intel-eigene Virtualisierungstechnologie erweitern. Konkret handelt es sich um die Modelle: Core 2 Quad Q8300, Core 2 Duo E7400 und E7500 sowie Pentium Dual-Core E5300 und E5400. Jene Prozessoren verzichteten bislang aus Kostengründen auf Intel VT.

Die Mitte Juni neu aufgelegten Prozessoren werden mit einer anderen S-Spec-Nummer versehen und werden folglich von ihren gleichnamigen Pendants unterscheidbar sein. Die neuen Prozessoren werden allerdings nur als Tray-Versionen verfügbar sein, also eigentlich nur für den OEM-Markt gedacht. Dies nährt den Verdacht, Intel wolle vermeiden, dass sich PC-Hersteller für die ebenso günstigen AMD-Prozessoren entscheiden, die bis auf die Semprons ausnahmslos mit einer Virtualisierungstechnologie ausgestattet sind.

Theoretisch kann zwar jeder Prozessor zwischen verschiedenen, virtuellen Maschinen switchen, allerdings funktioniert die hardwareseitige Beschleunigung oftmals schneller als die Softwareseitige, manche Routinen einiger Virtualisierungsumgebungen benötigen gar die Hardwareunterstützung, so dass man nur von begrenzter Kompatibilität sprechen kann. Für den Heimanwender sind virtuelle Maschinen oftmals ein Fremdwort, gleichwohl sie auch für diesen Vorteile darstellen können.


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4 Kommentare

4.) eXEC 19.04.2009 - 12:53 Uhr
Privat gibt es für diese Technik kaum Vorteile. In Unternehmen ist sie bei Servern absolut notwendig, um z.B. verschiedene Server zu virtualisieren. Serverrollen wie HyperV können ohne dieses Feature gar nicht gestartet werden. Wobei Server auch Xeon-CPUs beinhalten. Ich sehe auch keinen rechten Nutzen von sowas für den Privatgebrauch. Persönlich habe ich zwar VirtualPC mit WinXP installiert, aber nur um heruntergeladene "potentiell gefährliche" .exe-Dateien zu testen.
3.) CaptainCosmotic 19.04.2009 - 12:01 Uhr
Naja dann würde ich nicht von enormen Vorteilen sprechen. In eine Sandbox von Google Chorme ist man auch beim Surfen unantastbar und Kompatibilitätsprobleme sollten einen Heimanwender nur selten beschäftigen. Aber ist ja schön wenn alle, die einen Homeserver fahren sich freuen dürfen.
2.) KonKorT 18.04.2009 - 19:02 Uhr
Du nennst im Grunde genommen schon praxisnahe Kernvorteile dieser Technologie. Weitere fallen mir spontan auch nicht ein.
1.) CaptainCosmotic 18.04.2009 - 17:55 Uhr
Kann mir mal jemand erklären, was ich als Heimanwender für einen Vorteil mit einer VM hätte, außer um sicher zu surfen oder Programme zu testen bzw Kompatibilitätsproblemen aus dem Weg zu gehen?