Intel und Nvidia streiten über Chipsatz-Lizenzen

IntelMit Einführung des Core i7 hat Intel den X58-Chipsatz vorgestellt und bis heute gibt es dazu keine Alternative von Nvidia, obwohl für die Kunden ein Konkurrenzkampf durchaus wünschenwert erscheint.

2004 hatte Nvidia mit Intel ein Lizenzabkommen über den Bau von Chipsätzen für Intel-CPUs geschlossen und fertigte seitdem eigene Chipsätze für Intels Prozessoren. Am vergangenen Montag hat Intel jedoch überraschend eine Klage gegen Nvidia wegen Missbrauch dieses Chipsatz-Abkommens eingereicht. Nach Intels Meinung deckt das Abkommen nicht den Bau von Chipsätzen für Prozessoren mit integriertem Speichercontroller wie dem Core i7 und allen kommenden Prozessoren auf Nehalem-Basis ab. Hintergrund kann damit offensichtlich nur sein, dass Nvidia an der Entwicklung eines Chipsatzes für die Core i7 oder die kommenden Core i5 arbeitet und dieser schon recht weit fortgeschritten ist.

Nvidias CEO Jen-Hsun Huang sieht vor allem strategische Gründe hinter Intels Weigerung, Nvidia-Chipsätze für die Nehalem-Familie fertigen zu lassen. Er meint, dass die GPU nun wichtigste Komponente des Computers werde und Intel versuche, Innovation zu behindern und sein schrumpfendes CPU-Geschäft zu schützen. In einer Pressemitteilung (in gewohnt bissiger Nvidia-Art) werden die Innovationen Nvidias im Computerbereich hervorgehoben, darunter CUDA, SLI und Hybrid Power, wobei letzteres zumindest im Desktop-Segment (Retail) nicht mehr weiter unterstützt wird.

Besonders betont wird dabei die Ion-Plattform, die Intels eigener Atom-Plattform in mehrfacher Hinsicht überlegen sei. Sollte sich Intel in dem Streit durchsetzen, dann ist für Nvidia allerdings auch in diesem Bereich spätestens mit Einführung der zweiten Atom-Plattform (Codename Moorestown) wieder Schluss mit Chipsätzen, denn auch der zugehörige Linncroft-Prozessor wird über einen integrierten Speichercontroller verfügen, womit nach Intels Interpretation des Abkommens ein Nvidia-Chipsatz auch hier ausgeschlossen wäre.


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9 Kommentare

9.) Duplex 20.02.2009 - 12:25 Uhr
naja wen 90% schnell gehn und die 10% der befele langsamm , damit könne ich leben =D
8.) ativaro 20.02.2009 - 09:05 Uhr
Ja aber nur sehr langsam.
7.) Duplex 19.02.2009 - 18:04 Uhr
wie gesagt man könnte es glaub doch emulieren
6.) ativaro 19.02.2009 - 14:37 Uhr
Naja das ganze hat nicht viel mit RISC und CISC zu tun oder nur bedingt.
Ein PowerPC ist schlussentlich auch eine CPU, obwohl er auf RISC aufbaut.
Aber diesen Artikel habe ich Netz gefunden:

http://www.bernd-leitenberger.de/cisc-risc.shtml

Eine GPU erreicht einfach mehr GFlops, da sie im Prinzip ein massiver parallel Prozessor ist und auf spezielle Aufgaben optimiert wurde.

Eine GPU ergänzt eine CPU nur. Für ein bisschen tieferen Einblick:

http://de.wikipedia.org/wiki/Grafikprozessor
5.) eXEC 19.02.2009 - 12:58 Uhr
Nein, da die Grundliegende Architektur eine völlig andere ist.
Beim RISC gibt es nur sehr wenige Befehle, wofür jedoch eine massive Anzahl an Ausführungseinheiten bereitstehen. Ein CISC-CPU hat eine unheimlich große Menge an Befehlen, z.B. der SSE-Befehlserweiterung mit dafür vorgesehenden Ausführungseinheiten. So hat z.B. ein Core2 3 Units für 128bit SSE-Befehle. Diese komplexen Befehle können normalerweise niemals von einem RISC System übernommen werden.
Dafür hat man bei einem RISC-System viel höhere Rechenleistung. Mehr Power mit weniger Funktionen eben
4.) Duplex 18.02.2009 - 23:14 Uhr
du meinst es ist also nicht möglich zurzeit via GPU eine CPU zu emulieren ?
3.) eXEC 18.02.2009 - 22:43 Uhr
Dsa ist meiner Meinung nach nicht möglich. Soweit mir bekannt ist ein GPU ein RISC und ein CPU ein CISC - ein enormer Unterschied und nur schlecht miteinander vergleichbar
2.) Duplex 18.02.2009 - 19:35 Uhr
bis die vor gericht sind vergehn jahre...

mich wunderts das es noch kein prototyp einer Non-CPU pcs gibt z.b von Nvidia oder AMD , also ne GPU als CPU die direkt dran ist und dann halt X86 emuliert meint ihr das wäre möglich ?
1.) eXEC 18.02.2009 - 19:26 Uhr
Na viel Spaß gegen Intel.... Die packen das locker 5 Jahre lang hinzuziehen mit schwammigem Ausgang