Nvidia mit vermeintlich neuen Mobil-Chips

NvidiaDrei Tage nach der Präsentation der Radeon Mobility HD 4000 legt auch Nvidia mit neuen Mobil-Chips nach, wobei man hier bei der Definition neu etwas nachhaken muss. Neuer Name, ja, aber bekannte Produkte mit minimal abweichenden Taktfrequenzen. Konkret stellt Nvidia die drei Chips Geforce G 105M, G 110M und GT 130M in Anlehnung an das neue Namensschema für OEMs im Desktop-Segment vor. Alle Chips basieren auf in 55 nm-gefertigten G9x-Ablegern.

Die Geforce G 105M ist das kleinste Modell der neuen Geforce-100M-Reihe. Es kann auf lediglich 8 Shadereinheiten zurückgreifen, die mit 1,6 GHz allerdings relativ hoch takten und damit dem Chip 38 Gflops Rechenleistung einbringen. In der Pressemitteilung kündigt man sie als Nachfolger der Geforce 9200M GE an und gibt dabei eine 56 Prozent höhere 3DMark-Score an.
Genannte Geforce 9200M GE besitzt ebenfalls nur 8 Shadereinheiten bei 8 TMUs und 4 ROPs. Die Taktraten des G98-Chips fallen mit 540/1300 MHz allerdings deutlich geringer aus; selbst die ansonsten baugleiche Geforce 9300M GS taktet mit 567/1400 MHz deutlich hinter der Geforce G 105M, die sich damit leistungstechnisch höchstwahrscheinlich zwischen Geforce 9300M GS und 9400M G, die immerhin schon 16 Shadereinheiten zählt, postiert.
Es wird zwei Versionen der Geforce G 105M geben: Eine mit DDR2-Speicher bei 500 MHz Speichertakt und eine mit GDDR3-Speicher bei 700 MHz Takt - beide mit bis zu 512 MiB.

Die Geforce G 110M ist nach Nvidia-Angaben der Nachfolger der Geforce 9300M GS. Diese besaß, wie oben erwähnt, noch 8 Shadereinheiten, während die G 110M auf insgesamt 16 vertraut, die mit 1,0 GHz jedoch sehr human angesprochen werden sollen. Dadurch erreicht der Chip eine Rechenleistung von 48 Gflops.
Der Speichertakt wird auch hier je nach Speichertyp zwischen 500 und 700 MHz variieren, wobei die Größe mit bis zu 1 GiB beziffert ist. Leistungstechnisch darf man sie zwischen Geforce 9300M G und Geforce 9400M G einordnen. Beide besitzen ebenfalls 16 Shadereinheiten bei 8 TMUs und 4 ROPs und takten mit 400/800 MHz und 450/1100 MHz niedriger und höher als die Geforce G 110M.

Zu guter Letzt darf die Geforce GT 130M als neues Mitglied im Nvidia-Mobilportfolio genannt werden. Diese baut auf 32 Shadereinheiten, die mit 1,5 GHz angesteuert werden. Somit erzielt sie eine Rechenleistung von 144 Gigaflops.
Der bis zu 1 GiB fassende Speicher ist mit 500 und 800 MHz getaktet. Dank eines 128 Bit breiten Speicherinterface sind somit 16 und 25 GB/s Speicherbandbreite möglich. Die auf dem G96 aufbauende GPU kann ansonsten mit 8 ROPs und 16 TMUs dienen. Ob der Taktraten positioniert sie sich leistungstechnisch zwischen Geforce 9650M GS (625/1250 MHz) und Geforce 9700M GT (625/1550 MHz). In der Pressemitteilung sucht man den Vergleich mit der deutlich leistungsschwächeren Geforce 9600M GT, die danach um 17 Prozent ausgestochen wird.

Nvidia hat auf das starke Produktlineup der Konkurrenz mit umbenannten Geforce-9M-Produkten reagiert. Man hat zwar ausnahmslos die Taktraten rauf- oder runtergesetzt, mehr aber auch nicht.
Insgesamt machen die heute drei vorgestellten Nvidia-Mobilchips das sowieso schon sehr undurchsichtige Mobilprogramm noch unüberschaubarer. Man hofft wohl, wie schon bei der Umbenennung im Desktop-Segment (OEM), auf die Unwissenheit der potentiellen Käufer.


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3 Kommentare

3.) (th) 13.01.2009 - 17:59 Uhr
Juhu, der Grafikspeicher wird Mediamarktkunden sicher ueberzeugen...
Immerhin ist hier tatsaechlich ETWAS geaendert wurden, nicht wie bei den Desktopkollegen, wobei die RAM-Aenderungen die Karten nur unnoetig teurer machen...
2.) eXEC 12.01.2009 - 21:11 Uhr
Lächerlich... Einfach nur lächerlich.
1.) N1truX 12.01.2009 - 18:52 Uhr
Naja die Specs sind nicht grade so berauschend und gegen AMD/ATi´s neue HD4000 Mobile dürfte es so nicht einfach werden...
Vielleicht nächstes mal weniger Geld fürs Marketing- und mehr für die Entwicklungsabteilung...