Nvidia: OpenCL, PhysX und Badaboom 1.1

NvidiaNvidia hat binnen zwei Tagen drei Pressemitteilungen unter den Überschriften NVIDIAs CUDA-Architektur unterstuetzt OpenCL, Electronic Arts und 2K Games lizenzieren NVIDIA-PhysX-Technologie und Neue Version des Badaboom Media Converter 1.1 verteilt, in denen man schwerpunktmäßig die GPGPU-Tauglichkeit der Nvidia-GPUs herausstellt. Doch der Reihe nach:

Gestern hat die Khronos Group, Entwickler der Grafik-API OpenGL, die offiziellen Spezifikationen für OpenCL, der freien GPGPU-Computing-Schnittstelle, verabschiedet. Diese soll einen übergreifenden und kostenlosen GPCPU-Computing-Standard setzen, nachdem Nvidia und ATI mit CUDA und Stream bereits getrennte Wege eingeschlagen haben.
Ab nächstes Jahr wird sich OpenCL dann DirectX 11, das mit Compute Shaders eine ebenfalls eigene Lösung für GPU-Computing-Tasks bereitstellen wird, gegenüberstellen müssen.

In der Pressemitteilung erklärt Nvidia, dass man die offene GPCPU-Computing-API bereits unterstützt - ATI-Grafikkarten sollen folgen. Manju Hegde, seines Zeichens verantwortlich bei Nvidia für die CUDA-Entwicklung, wird zitiert mit den Worten:

"OpenCL ist eine wichtige Neuerung für die Computerindustrie und NVIDIA freut sich, eine aktive Rolle in der Etablierung des neuen Standards einnehmen zu können.
Außerdem begrüßen wir hier die Vorreiterrolle von Apple. Die Apple-Einschätzung, dass die GPU eine wesentliche Rolle bei Consumer-Applikationen spielen wird, markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte des Computings."


Ebenfalls in diesen Tagen hat Nvidia drüber informiert, dass mit Electronic Arts und 2K Games zwei große Spiele-Publisher zugesichert haben, Nvidias PhysX-Technologie zu lizensieren und somit in künftigen Spielen einzusetzen. Bereits jetzt gibt es nach Nvidia-Angaben über 140 Spiele, die Gebrauch von der eigenen Physik-Technologie machen.
Die Statements zur Lizensierung fallen dabei (nicht ungewöhnlich) durchweg positiv aus:

"PhysX ist die Physik-Lösung schlechthin für alle gängigen Plattformen und wir freuen uns, sie unseren Entwicklern weltweit zur Verfügung stellen zu können. Spiele bleiben unser Thema Nummer 1 und realitätsnahe Effekte in dynamischen, interaktiven Umgebungen sind dabei die besonderen Herausforderungen. Wir freuen uns darauf, sie gemeinsam mit NVIDIA zu bewältigen." (Tim Wilson, Electronic Arts)

"Wir sind sehr beeindruckt von der Qualität der PhysX-Engine und haben sie lizenziert, damit unsere Studios diese Lösung bereits in einem frühen Entwicklungsstadium nutzen können. Spiele mit hoher Interaktivität zu entwickeln, hat für uns oberste Priorität. Die Zusammenarbeit mit Technologieführern wie NVIDIA ermöglicht es unseren Teams, großartige Spiele zu realisieren." (Jacob Hawley, 2K Games)

Zu guter Letzt stellte Nvidia noch per Pressemitteilung in Aussicht, alsbald eine neue Version von Badaboom Media Converters, das Pendant zum ab heute Nachmittag erhältlichen ATI Avivo Video Converter, der mit dem Stream-fähigen Catalyst 8.12 Einzug halten wird, zu veröffentlichen. Sie soll die Nummer 1.1 tragen und Verbesserungen in folgenden Bereichen liefern:

  • Weitere Eingangsformate wie DivX, Xvid, MpegPEG-1, VC-1, AVI und MKV
  • Neue Ausgangsformate wie YouTube, Blackberry Bold und Microsoft Zune
  • H.264-Ausgabe mit höherer Qualität
  • 1920x1080-Ausgabe (1080p)
  • Multi-GPU-Support


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1 Kommentar

1.) LGEEE 10.12.2008 - 18:31 Uhr
http://mixsh.com/detail/10323809/trend <--- Video
http://www.tagstory.com/video/video_pos ... V000254517 <--- Video

- Koreanischer PC Blog von DANAWA -

Video kenne ich schon etwas länger (Wochen). CUDA fähige TMPGEnc wurde hier getestet. Transkodiert wird eine 440 MB grosse MPEG2 Datei mit einer 1080i Bildauflösung (1920 x 1080 Bildpunkte im Zeilensprungverfahren) in eine kleine MPEG4 Datei (512 x 288).

Test 1

Intel Core2Quad 6600, Nvidia 9800 GT, 2 GB DDR2 RAM PC-6400 mit Vista als 64 Bit Version kommen zum Einsatz. Einfaches Deinterlace und Resize in TMPGEnc.

Ohne CUDA = die CPU gewinnt.

Mit CUDA = der CPU unterlegen aber mit geringem Abstand.

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Test 2

Der gleiche Vorgang nochmal diesmal werden aber 2 leistungshungrige Filter aktiviert. Einmal die Rauschreduzierung und dann noch eine Farbkorrektur.

Ohne CUDA = die CPU verliert haushoch.

Mit CUDA = Nvidia ist knapp doppelt so schnell.

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Test 3

Hier hat der Autor die 9800 mit der 9600 verglichen. Die 9600 verliert, weil sie nur über 64 Shader verfügt bleibt dennoch schneller als der Q6600.

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Test 4

Test 4 macht endgültig klar, das GPGPU erste Sahne ist. Es wird die Konfiguration von Test 1 verwendet allerdings tritt jetzt der Q6600 gegen die Billig-CPU E2160 an.

Q6600 ohne CUDA = verliert gegen den E2160.

E2160 mit lächerlichen 2 x 1,8 GHz + CUDA = rast dem Q6600 davon und ist um 45 % schneller mit der Arbeit fertig.

Wenn GPGPU in einer Anwendung tadellos funktioniert ist derjenige ohne CUDA deutlich langsamer gleichgültig welche CPU verwendet wird. Das waren jetzt Tests mit einer 9800 und 9600 Graka mit jeweils 64 und 112 Shader. Mit einer GTX 280 und 240 Shadern könnte man vom Speed nochmal in eine ganz andere Liga kommen.