PlayStation 3 bleibt teures Vergnügen

SonyAngesichts geringer Nachfrage der PlayStation 3 stand die letzten Wochen ein möglicher Preisnachlass in der Warteschleife, wie wir schon im Vormonat berichteten. Damals hieß es noch von Howard Stringer, US-Chef bei Sony, dass eine Preissenkung innerhalb des nächsten halben Jahres vollzogen werden könne. Doch schon einen Monat darauf, also vor wenigen Tagen, verdichteten sich die Gerüchte. Es kristallisierte sich heraus, dass Sony schon diesen Monat, genauer gesagt am 12. Juli, die Preise um 100 US-Dollar auf nunmehr 499 US-Dollar senken wird.

PlayStation 3 Preisnachlass

Genährt wurden die Spekulationen von einer Printwerbung für die aktuelle Sony-Konsole sowie eine Bestätigung der Gerüchte von den Kollegen von Gamedaily BIZ. Darüber hinaus bajahten auch große, nicht genannte Handelsketten den Preisnachlass. Kurzum: Es schien absolut sicher, dass Sony nächste Woche den Preis seiner Konsole senkt und damit auf die schlechten Verkaufszahlen reagiert. Selbst Analysten prognostizierten mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass Sony noch diesen Monat den Preis seiner Konsole senkt; schließlich liefe man sonst Gefahr, überhaupt kein Stück mehr vom Kuchen abzubekommen - Xbox 360 - die hohe Ausfallquote scheint nicht abzuschrecken - und vor allen Dingen Nintendo Wii sind im Aufwind.

Allen sicher geglaubten Spekulationen zum Trotz kündigte Sony Präsident Ryoji Chubachi an, dass man den Preis der PlayStation 3 nicht senken wird. Auch in Zukunft wolle man die bisherige Preisstrategie fortsetzen. Dass dadurch abermals nur betuchten Leuten der Zugang zu einer PlayStation 3 ermöglicht wird, kann Sony anscheinend nicht verhindern. Bereits vor ein paar Monaten gab es Details zu den Produktionskosten der PlayStation 3 und in diesem Zusammenhang stellte sich heraus, dass Sony mit jeder verkauften PlayStation 3 ein Verlustgeschäft fährt - die Produktionskosten also höher als der Verkaufspreis sind. Einnahmen verschaffen sich die Japaner nur an den relativ teuren PlayStation 3 Spielen, auf die Sony hofft, dass man sie kauft.

Update:
Trotz des drei Tage alten Dementis des Sony CEOs Ryoji Chubachi wurde die PlayStation 3 in Nordamerika nun doch im Preis gesenkt. So muss der Kunde für die PlayStation 3 mit 60 GB nur noch 499- statt 599 US-Dollar bezahlen. Ob und wann auch die Preissenkung nach Europa überschwappt, ist momentan noch unklar. Unterdessen kündigte Sony an, das 80 GB Modell der PlayStation 3, das in Asien seit einem Monat verkauft wird, nächsten Monat auch in den USA bereitzustellen - zu Europa gab es erneut keine Stellungnahme.


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