Bericht: Synology DiskStation DS110j6. Mai 2010

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Einleitung

In der Vergangenheit verstand man unter einer NAS lediglich einen netzwerkgestützten Festspeicher, der einer Gruppe von Anwendern als ein gemeinsames Laufwerk diente. Doch heute versteht man unter einer NAS vielmehr einen Server, der seinen Anwendern zahllose Möglichkeiten eröffnet, um ihren Funktions-Horizont zu erweitern und um ihre Arbeit zu vereinfachen. Zu den Potentesten und Benutzerfreundlichsten zählen NAS-Systeme von QNAP, Thecus und Synology. Ihre jeweilige Software bietet serienmäßig zahlreiche Netzwerk-Dienste und lässt sich flexibel mit weiteren Funktionen nachrüsten, damit auch in Zukunft kein Wunsch offen bleibt.

Um das volle Potential der gebotenen Funktionen bereitzustellen, ist natürlich auch die Rechenleistung einer NAS von großer Bedeutung. Zum einen ist sie für die Anzahl der NAS-Anwendungen entscheidend, die gleichzeitig ausgeführt werden können. Zum anderen ist sie auch für die Übertragungsraten von Bedeutung, da sie dem verwendeten LAN-Controller unter die Arme greifen muss. Denn genauso wie bei einem Onboard-LAN-Controller eines klassischen PCs, überlassen auch die LAN-Controller der meisten NAS-Systeme die eigentliche Rechenarbeit dem Hauptprozessor der NAS. So mussten sich viele Anwender lange Zeit mit Datenraten von gerade einmal 1 oder 2 MB/s herumärgern. Einfach weil ihre NAS nur mit einem leistungsarmen Prozessor ausgestattet war. Ein Problem, das man aber heute immer seltener antrifft.

Kompakt mit Hochglanz-Optik

In der Tat ein goldenes Zeitalter für die NAS, das nun anbricht und sich mit mehr Funktionen und mehr Leistung äußert. Wer nun fürchtet, dass diese positive Entwicklung für teures Geld erkauft werden muss, darf sich nun über die allerbeste Nachricht freuen. Denn während die Leistung und der Funktionsumfang stetig steigt, befinden sich die Preise von NAS-Systemen im freien Fall. Bestes Beispiel ist die uns vorliegende Synology DiskStation DS110j. Sie verfügt über einen 800 MHz Marvell-Prozessor, der ihr Transferraten auf Gigabit-Ethernet-Niveau ermöglicht. Dabei bietet sie ein wachsendes Portfolio von unzähligen Server-Anwendungen, die sich zusätzlich zu ihrem serienmäßig schon reichhaltigem Funktionsangebot installieren lassen. Und als ob dies nicht schon genug wäre, kostet sie nur knapp über 100 Euro.

Doch genug der Vorschuss-Lorbeeren. Trotz all dieser positiven Entwicklungen darf man nicht vergessen, dass NAS-Systeme auch weiterhin gewisse Handicaps bieten. Vielen davon versucht der Hersteller mittels Firmware-Updates entgegen zu wirken. Andere wiederum sind fester Bestandteil der NAS-Natur, mit der sich der Anwender abfinden muss. Indem wir die DiskStation DS110j näher beleuchten, wollen wir uns mit dieser Thematik auseinandersetzen. Nicht nur, um dem Anwender einen Einblick auf eine moderne NAS wie der DS110j zu eröffnen, sondern auch um zu klären, ob eine heutige NAS überhaupt schon den allgemeinen Idealvorstellungen entspricht.

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