Test: Intel Core i5 750, Core i7 860, 8708. September 2009

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Einleitung

Heute fällt das NDA für Intels Mainstream-Nehalem Lynnfield. Intel Core i5 750, Core i7 860 und 870 heißen die neuen Prozessoren, die das starke Erbe der Core 2 Quad-Prozessoren antreten sollen und mit AMDs Phenom II X4-Reihe konkurrieren sollen.

Alle drei neuen Prozessoren werden wie Bloomfield noch in 45 Nanometer breiten Strukturen gefertigt, benötigen aber mit 95 statt 125 Watt TDP auf dem Papier weniger Energie, setzen auf einen neuen Sockel, der auch neue, günstigere Boards ermöglicht und warten da und dort mit einigen Änderungen auf.

Intel Core i7 und Core i5

Sowohl Core i5 750 als auch Core i7 860 und 870 sind mit den aktuellen Core i7-Prozessoren (i7 920, 940, 950, 965 XE, 975 XE) gut vergleichbar. Sie verfügen ebenfalls über 4x 256 KiB L2-Cache und 1x 8192 KiB L3-Cache, können mit offiziellem Speichersupport bis DDR3-1333 anstelle von DDR3-1066 punkten und besitzen einen deutlich aggressiveren Turbo Mode, der die Prozessoren von ihren standardmäßigen 2,66, 2,80 und 2,93 GHz auf bis zu 3,20, 3,46 und 3,60 GHz in Single-Threaded-Applikationen hochtaktet.

Einschränkungen ergeben sich gegenüber den Bloomfield-Prozessoren bei der Breite des Speicherinterfaces, das jetzt nur noch zwei- statt dreifach angebunden ist. Ebenso ist die Verbindung zwischen Prozessor und weiteren Systemkomponenten von 4,80 bzw. 6,40 GT/s (XE) auf 4,26 GT/s gefallen.
Der Core i5 750 im Speziellen muss noch auf SMT verzichten, das neben den realen Kernen nochmal ebenso viele Virtuelle zur Verfügung stellt und damit künstlich die Performance in Multi-Threaded-Applikationen erhöht. Auch kann er nicht mit TXT aufwarten, das hardwareseitig das Einschleusen von schadhaftem Code verhindern soll. Mit knapp 200 US-Dollar stellt er aber einen relativ günstigen Einstieg dar.

Intel DP55WG (4 Bilder)
Intel DP55WG

Wie eingangs erwähnt, präsentiert Intel mit dem heutigen Tag nicht nur neue Prozessoren, sondern auch einen neuen Sockel (LGA1156), der neue Platinen mit neuem Chipsatz (P55) nach sich zieht. Bei letzterem ist vorzumerken, dass dieser nicht mehr klassisch in North- und Southbridge unterteilt ist. Ein Ibexpeak genannter Plattform-Controller-Hub zeichnet sich dort für sämtliche Aufgaben verantwortlich, darunter PCI-Schnittstellen, SATA, Audio, Video, LAN und USB.

Wir wollen uns an dieser Stelle recht herzlich bei Intel bedanken, die uns vor Ablauf des NDAs nicht nur die neuen Prozessoren, sondern auch eine passende Platine zur Verfügung stellten. Folgend viel Spaß beim Lesen!

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