Test: Gainward GTX 650 Ti Boost GS28. Mai 2013

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Einleitung

Das ewige Duell zwischen AMD und Nvidia um die Krone im Grafikgeschäft ist noch nicht entschieden. Klammern wir die beiden Dual-GPU-Grafikkarten aus, so hat Nvidia mit der Geforce GTX Titan und der Geforce GTX 780 aktuell die Nase vorne - zumindest in puncto Computerspiele. Doch das macht sich auch auf den Verkaufspreis bemerkbar, denn die beiden Grafikkarten kosten zurzeit 900 respektive 580 Euro. Für einen Großteil der Endkunden sind diese beiden Enthusiast-Modelle also preislich uninteressant und der Zweikampf zwischen beiden Herstellern beginnt erst in den darunterliegenden Preisklassen. Im Preisbereich von 200 bis 400 Euro bietet AMD die Radeon HD 7970 GHz-Edition, die Radeon HD 7970, die Radeon HD 7950 Boost sowie die Radeon HD 7950. Nvidia hat in dieser Preisklasse die Geforce GTX 680, die Geforce GTX 670 und die Geforce GTX 660 Ti im Aufgebot.

Doch viele Endkunden möchten entweder noch weniger Geld bezahlen oder legen einfach keinen allzu großen Wert auf eine hohe Detailstufe in Computerspielen. Genau hier wollen wir heute ansetzen und einen Blick auf die Geforce GTX 650 Ti Boost werfen, die aktuell 140 Euro kostet. Bei unserer Grafikkarte handelt es sich um ein Golden-Sample-Modell von Gainward mit leicht angehobenen Taktfrequenzen und einer eigenen Kühllösung. Um die Performance von Nvidias Referenzmodell zu simulieren, takten wir die Gainward-Karte einfach herunter. Natürlich testen wir auch die Gainward Geforce GTX 650 Ti Boost Golden Sample mit ihren ursprünglichen Taktraten.

Gainward Geforce GTX 650 Ti Boost GS

Leider steht uns zum aktuellen Zeitpunkt kein direkter Gegenspieler von AMD, zum Beispiel die Radeon HD 7850, zur Verfügung. Deshalb konzentrieren wir uns hauptsächlich auf die Unterschiede zwischen der Standard-Geforce-GTX-650-Ti-Boost und der Grafikkarte mit dem Golden-Sample-Emblem. Außerdem wollen wir untersuchen, wie sich der GK106-Abkömmling gegen die doppelt so teuren, restlichen Teilnehmer schlägt und ob das flüssige Spielen neuer Computerspiele überhaupt auf einer ansehnlichen Detailstufe möglich ist. Davon hängt vieles ab, denn niemand sollte 150 Euro für eine Grafikkarte bezahlen, mit der man sowieso nicht ordentlich spielen kann.

Überdies möchten wir natürlich den Stromverbrauch, die Lautstärke und die GPU-Temperatur der Grafikkarte messen sowie den Turbomodus und das Übertaktungspotenzial der Geforce untersuchen. Gerade die Lautstärke ist für viele Endkunden sehr wichtig und kann ein gutes Argument für oder gegen die Konstruktion von Gainward werden. Wir hoffen, dass wir Ihnen in unserem überlegten Testparcours einen möglichst aktuellen und praxisnahen Überblick über die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Grafikprozessoren verschaffen können. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und freuen uns über Ihre Kommentare!

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