Erster DDR3 Desktop-Speicher vorgestellt

RamNachdem sich 2004 der Wechsel an der Speicherfront abzeichnete, weg von DDR, hin zu DDR2, stehen wir nun abermals vor einem ähnlichen "Bruch". Das Thema DDR3 ist in aller Munde und verspricht höhere Leistung bei gesenktem Strombedarf. Auch wenn sich AMD bisweilen vom Thema DDR3 eher distanzierte und es womöglich erst mit der zweiten K8L-Generation auf Basis des Sockel AM3, die für 2008 geplant ist, aufgreift, steht Intel - wie üblich bei neuen Technologien - Feuer und Flamme für DDR3. Nicht umsonst tummeln sich in letzter Zeit vermehrt Informationen und Gerüchte über die kommende Bearlake-Familie im Netz. Erst vorgestern behandelten wir ausführlich das Thema Bearlake und machten dabei auch nicht bei der Speicherkompatiblität halt.

DDR3 Speicher von Super Talent

War DDR3 bisweilen nur Papiertiger, zeigt Super Talent nun als erster Hersteller DDR3-Module bzw. kündigt diese an. Laut Unternehmenseigenen Angaben plant man in absehbarer Zukunft DDR3-Module mit effektiven Taktraten von 800-, 1066-, 1333- und 1600 MHz. Allen Modulen wird die niedrige Kernspannung von nur 1,5 Volt gemein sein. Wie Super Talent jedoch einschränken musste, sind die ersten Module nur in einer Speichergröße von 512 MiB zu erwerben. Welche Preisvorstellungen der in San Jose beheimatete Hersteller veranschlagt, ist noch nicht bekannt. Ebenso wenig, wann es Module zu kaufen geben wird, wenngleich Experten die Vermutung anstellen, im April/Mai würden erste DDR3 Riegel über die Ladentheke wandern.

Technisch gesehen weist DDR3 verblüffende Ähnlichkeiten mit DDR2 auf. Der Ersichtlichste ist dabei die Anzahl der Pins, die bei beiden Speichertypen 240 beträgt. Umso überraschender für den Laien, dass DDR3 nicht kompatibel mit DDR2 ist. Dies ist darauf zurückzuführen, dass DDR3-Speicher die speichertypischen Lücken an anderer Stelle hat. Ferner ist die Nutzung des FBGA-Packages unter den beiden Speichertypen identisch, was letztendlich jedoch alles wenig hilft: Mit Umsattlung auf DDR3 muss ohne wenn und aber ein neues Mainboard samt (in den meisten Fällen) Prozessor her, wenngleich Intel versucht, DDR3 glimpflich in den Markt einzugliedern - Stichwort: DDR2- und DDR3-Kompatiblität -, um nicht erneut eine derartige Schmach wie seinerseits bei der Einführung von DDR3 zu erleben.


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