nVidia: GeForce 8-Karten bald unter 100 Euro?

NvidiaEine Mainstreamversion des G80 (GeForce 8800 GTS/GTX) wünscht man sich als preisbewusster Spieler schon lange. Unter 360 Euro lässt sich keine von den derzeit einzigen Direct3D 10-fähigen Grafikkarten im Handel erwerben. Nun haben die Kollegen von Beareyes angeblich einen ersten Blick auf die bezahlbaren Varianten des G80 geworfen und die Einsteiger- sowie Mittelklasse-Karten nehmen Gestalt an.

Die GeForce 8300-Serie, basierend auf dem G84-Kern, soll sich in zwei Modelle gliedern: Die GS-Version taktet mit 500 MHz Chip- und 1000 MHz Speichertakt. Letzterer ist maximal 256 MiB groß und mit nur 128-Bit an den G84-Chip angebunden. Der Speichertakt der GeForce 8300 GT wurde auf 1200 MHz erhöht; der Chip taktet genauso schnell wie bei der GS. Auch das Speicherinterface und die Größe des GDDR3-Speichers sind identisch. Die Unified Shader-Anzahl, die bei der 8300 GS noch 24 betrug, ist mit 32 dreimal kleiner als bei der GeForce 8800 GTS. Der Preis der GS soll sich auf 79 US-Dollar belaufen; die 8300 GT soll 99 US-Dollar kosten.

. 8300 GS 8300 GT 8600 GT 8600 Ultra
Codename G86 G86 G84 G84
Chiptakt 500 MHz 500 MHz 350 MHz 500 MHz
Speichertakt 1000 MHz 1200 MHz 1200 MHz 1400 MHz
Unified-Shader 24 32 48 64
Interface 128-Bit 128-Bit 256-Bit 256-Bit
Füllrate 6.0 GTexel/s 8.0 GTexel/s 8.4 GTexel/s 16.0 GTexel/s
Bandbreite 16.0 GB/s 19.2 GB/s 38.4 GB/s 44.8 GB/s
Preis 79 US-Dollar 99 US-Dollar 149 US-Dollar 179 US-Dollar


Neben der Einsteigerserie GeForce 8300 bietet nVidia auch noch die GeForce 8600 (G86) mit ebenfalls zwei Modellvarianten an. Die GeForce 8600 GT ist mit einem nur 350 MHz schnellen Chip und einem bis zu 256 MiB großen GDDR3-Speicher ausgestattet, der mit 1200 MHz taktet. Das Speicherinterface wurde im Gegensatz zur 8300 verändert und verfügt nun theoretisch über die doppelte Bandbreite (256-Bit). Die mit 48 Unified Shadern ausgestattete GeForce 8600 GT soll 149 US-Dollar kosten. Die 50 Dollar teurere GeForce 8600 Ultra besitzt Taktraten von 500/1400 MHz sowie 64 Unified Shader und einen maximal 512 MiB großen GDDR3-Speicher mit 256 Bit breitem Speicherinterface.

Überaschend führt Beareyes eine im Speicher reduzierte GeForce 8800 GTS auf, die wohl auf den Namen GeForce 8800 GT hören könnte. Die Basisdaten der GTS-Version (500/1600 MHz, 320-Bit, 96 Unified Shader) bleiben also gleich, nur der Speicher wurde von 640 auf 320 MB halbiert. Der Preis soll mit 299 Dollar rund 100 Dollar unter dem der GeForce 8800 GTS liegen. Auch die Performance wird nur ungefähr 10 Prozent unter der der GTS anzusiedeln sein, wie wir bereits vor einigen Tagen berichteten.

Die Einsteigermodelle namens GeForce 8300 werden wohl die bekannte 7300er Serie ablösen und somit günstige Windows Vista-Unterstützung bieten. Für ernsthafte Spieler stellt jedoch die GeForce 8600 eher eine Alternative zu teuren 8800-Varianten dar. Besonders die GeForce 8600 Ultra mit hohen Taktraten, großem Speicher und hoher Unified Shader-Anzahl könnte ein Anwärter für die Preis-/Leistungskrone im viel umkämpften Segment bis 200 Euro sein, in dem sich aktuell noch ATis X1950 Pro und nVidias 7950 GT duellieren. Die GeForce 8800 GT ist nichts weiter als ein Lückenfüller zwischen 8600 Ultra und 8800 GTS. Die von nVidia angegebenen 10 Prozent Performanceunterschied zur GTS scheinen jedoch sehr optimistisch zu sein, da aktuelle Spiele von mehr Speicher (in diesem Fall sogar nur halb so viel vorhanden) teils deutlich profitieren. Im März sollen sowohl GeForce 8300 und GeForce 8600, als auch die GeForce 8800 GT von nVidia auf der Hannoveraner Messe CeBIT präsentiert werden.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

0 Kommentare