Übertaktete GeForce 8800 von Sparkle und EVGA

NvidiaDie beiden Grafikkartenhersteller Sparkle und EVGA stellten heute ihre neuen übertakteten Grafikkarten auf Basis des nVidia GeForce 8800-Chips vor. Somit sind nun bereits fünf Hersteller zusammen mit OCZ, Gainward und XFX auf den Übertaktungszug aufgesprungen.

Sparkle bringt seine übertakteten GeForce 8800-Karten unter der bereits bekannten Calibre-Serie auf den Markt. Zum einen wäre da die Calibre P880 OC Edition mit GeForce 8800 GTS-Chip, die nun einen 560 MHz schnellen Chip- und einen nur leicht auf 1.720 MHz erhöhten Speichertakt besitzt. Die von nVidia empfohlenen Standardtaktraten sind 500/1.600 MHz. Ansonten bleibt alles gleich: 256 Bit Speicherinterface, 640 MB großer GDDR3-Speicher und 96 Unified Shader-Einheiten. Einzig nVidias Referenzkühler musste einem futuristisch anmutenden Kühlkörper mit zwei 80mm-Lüftern weichen.

Sparkle Calibre P880

Die zweite Karte hört auf den Namen Calibre P880+ OC Edition und basiert auf der GeForce 8800 GTX, nVidias aktuellem Topmodell. Diese taktet mit 630 MHz Chiptakt und 1.960 MHz beim 768 MiB großen 1ns schnellen GDDR3-Speicher, statt der üblichen 575/1.800 MHz. Auch hier findet man den bei der Calibre P880 OC Edition bereits verwendeten Kühlkörper wieder. Erste Benchmarks der beiden Karten, die vom Hersteller selbst freigegeben wurden, zeigen nur einen Leistungsgewinn von einem halben Prozent bei der P880 und fast ein Prozent bei der P880+ im 3DMark06. Dies ist darauf zurückzuführen, dass aktuelle Prozessoren wie AMDs Athlon 64 X2, mit dem der Test durchgeführt wurde, bereits eine unübertaktete GeForce 8800 GTX ausbremsen. Durch das nur geringe Leistungsplus sollte der Preis nicht über dem aktuellen der GeForce 8-Serie liegen. Sparkle äußerte sich bis dato nicht zum Preis der beiden Grafikkarten.

Der kalifornische Grafikkartenhersteller eVGA, der besonders durch sein umfangreiches Angebot an übertakteten Grafikkarten aus der Masse heraussticht, stellte heute ebenso zwei neue übertaktete GeForce 8-Modelle vor. Die erste Karte hört auf den Namen e-GeForce 8800 GTX KO w/ ACS³ und basiert wie der Name schon verrät auf dem aktuell schnellsten Grafikchip, der GTX-Version des G80. ACS³ nennt eVGA die verwendete Kühllösung, die sich über das gesamte obere PCB erstreckt. Der Chip taktet mit sehr schnellen 626 MHz und der 1ns schnelle GDDR3-Speicher mit 2.000 MHz.

eVGA e-GeForce 8800 KO w/ ACS³

Die zweite Karte im Sortiment trägt den Namen e-GeForce 8800 GTS KO w/ ACS³ und beherbergt den GeForce 8800 GTS-Chip, welcher von 500 auf satte 580 MHz ab Werk übertaktet wurde. Der 640 MB große Speicher wurde um 100 MHz auf 1.700 MHz erhöht. Der Kühlkörper ist der Gleiche, den auch die große GTX-Schwester besitzt. Die übertaktete GeForce 8800 GTS soll 549 Euro und das GTX-Pendant 699 Euro kosten.

Die einzigen derzeit gelisteten und auch lieferbaren übertakteten GeForce 8-Karten stammen aber aus dem Hause XFX. Die XFX GeForce 8800 GTS XXX Edition ist beispielsweise schon für 480 Euro erhältlich und taktet mit 550/1.800 MHz etwas schneller als die Version von Sparkle. Damit sollte Sparkle den Preis ihrer Calibre P880 nicht zu hoch ansetzen, denn XFX setzt auf den sehr leisen nVidia Referenzkühler, der weniger Platz im Gehäuse benötigt als der Calibre-Kühler.

Schön, dass nun endlich übertaktete Karten mit GeForce 8-Chip erscheinen, doch welches System nutzt das aktuell eigentlich schon aus? Keines. Selbst ein mehrere Tausend Euro teurer PC mit Kentsfield Quad-Core-CPU und 4 GiB RAM kann nicht von den im Fall von eVGA enorm erhöhten Taktraten profitieren. Von daher ist abwarten und Tee trinken angesagt, da aktuell auch noch keine der vorgestellten Karten gelistet ist. Und was die unverbindlichen Preisempfehlungen seitens der Hardwarehersteller Wert sind, zeigt der Preis der GeForce 8800 GTX: nVidia spricht von 600 Euro; auf dem Markt ist die Karte ab 520 Euro erhältlich.


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