Sony und Nintendo legen Konsolen offen

SonySeit dem 11. November werden in Japan PlayStation 3 Konsolen verkauft. So hatten es sich zumindest die PS3-Macher ausgedacht, die Realität mag momentan noch eher trüb reinschauen und die gut gehegte Theorie der Japaner widerlegen. Binnen eines Tages war die PlayStation 3 vergriffen; wer eine der 80.000 Exemplare erwischt hat, darf schon fast als Glückspilz gelten. Schon im Vorfeld war klar, dass Sony aufgrund zahlreicher Probleme, insbesondere aufgrund dem der Laster-Diode des Blu-ray Laufwerks, die Stückzahlen deutlich reduzieren müsste. Das es so hart auf hart kommt, hätten aber wohl nur die Wenigsten erwartet. Unterdessen begann nach demselben Schema - ebenfalls nach einem Tag komplett ausverkauft - vier Tage später in den USA die Premiere der PlayStation 3.

Manche Amerikaner scheinen es dabei aber gar nicht einmal auf die PlayStation 3 abgesehen zu haben, vielmehr haben sie sich mit Händen und Füßen ein Exemplar besorgt, um es teuer bei eBay zu versteigern. Ganz nach dem Motto, wer zurerst kommt, mahlt zuerst scheint Sonys PlayStation 3 rund um die Welt gegangen zu sein. Wann es Nachschub gibt, kann derweil nur vermutet werden. Angesichts der Tatsache, dass wir Europär erst im kommenden März mit Modellen beliefert werden, ist ehrlich gesagt nicht zu erwarten, dass in der Zwischenzeit noch einmal eine große Ladung nach Japan oder Amerika kommt. Hätte Sony also vielleicht doch den Launch wieder weiter nach hinten verschieben sollen? Letztendlich wäre dies wohl das Beste gewesen, nach den ganzen Fehltritten konnte man sich diesen Spielraum allerdings wohl nicht mehr erlauben.

Fast zeitgleich haben auch die Mario-Macher ihr Prdoukt, den Nintendo Wii, vorgestellt. Still, leise und heimlich läutete man Ende letzter Woche die Glocken, um zum Tanzen zu bitten. Zwar ist auch Nintendos Wii nur wenige Stunden nach Kaufbeginn ausverkauft gewesen, allerdings macht Hoffnung, dass diese Konsole weit mehr Menschen erreicht haben. Man spricht weltweit von 4 Millionen; immerhin 8-mal so viel wie Sonys PlayStation 3. Sony kann man zu Gute halten, dass sie eine völlig neue Konsole vorgestellt haben, die insbesondere hardwaretechnisch mehr als auf der Höhe der Zeit ist. Nintendo Wii hingegen überzeugt weniger durch Rechenleistung, vielmehr besinnte man sich der Innovation. Salopp und in den Augen eines PS3 oder Xbox 360 Spielers ausgedrückt, ist Wii aber nicht mehr als eine aufgebohrte GameCube.

Wer sich hierzulande in die Abenteuer der liebevoll inszenierten "Nintendo-Welt" stürzen will, muss noch ein klein wenig Geduld mitbringen. Erst am 8. Dezember - aber immer noch pünktlich vor Weihnachten - plant das in Kyōto ansässige Unternehmen den Wii dem europäischen Markt zugänglich zu machen. Ob es dann ähnliche Rangeleien, wie in den USA gesehen, gibt, bleibt abzuwarten. Jedenfalls bekommt man für recht moderate 249 Euro neben der eigentlichen Konsole selbst den innovativen, bewegungsempfindlichen Controller sowie die Wii-Fernbedienung ausgehändigt. Ebenfalls gehört ein Stereo-AV-Kabel sowie das Spiel "Wii Sports" zum großzügig angelegten Lieferumfang.


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