Preise des Intel Core 2 fallen möglicherweise

IntelSchon bevor Intel seine bahnbrechende Core-Microarchitektur vorstellte, kursierten erste Gerüchte, dass Chiplieferant Intel im darauffolgenden Herbst die Preise der jeweiligen Modelle senken würde. Geduldige beschlossen somit vorerst die Finger von den heißblütigen CPUs zu lassen, um dann vor Weihnachten zu zuschlagen. Soweit die Theorie, jedoch sind die Preise der Core 2 CPUs immer noch gegenüber der Konkurrenz so attraktiv, das Intel es eigentlich gar nicht nötig hätte zu handeln. Dennoch wird der Chipriese nun ungewollt quasi dazu gezwungen den Preis nach unten zu schrauben, da man schlicht und ergreifend zu viele Modelle auf Lager hat. Analysten zufolge hat Intel gegenüber dem Vorjahr 59% mehr Lagerbestände. Süffisant, wo sich Konkurrent AMD doch momentan in genau der entgegengesetzten Lage befindet. Von einer Fehlkalkulation will Intel aber ganz und gar nichts wissen. Intels finanzielle Führungsspitze gibt zu Protokoll, dass sie lediglich sicherstellen wollen, dass genug Core 2 Prozessoren für die zu erwartende Nachfrage bereit stehen.

Ganz mag man Intel nicht Glauben schenken. Wahrscheinlich hat man sich insgeheim etwas mehr von der Core-Microarchitektur erhofft - auch wenn man klar festhalten muss, dass Intels neue Prozessorgeneration sehr gut beim Kunden ankommt - und daraufhin ist eine Überproduktion zu Stande gekommen. Dass Intel nun dezent auf den bald möglichen Boom verweist, ist eher kritisch zu betrachten, denn Experten prognostizieren für die Hardware-Hersteller ein schlechtes Weihnachtsgeschäft. Als Indiz nannte man die deutlich zurückgegangen Auslieferungen von Mainboards, die im Normalfall im Oktober steigen.

Um die großen Mengen an CPUs nun aus den Lagern zu treiben, vermutet man, dass Intel an der Preisschraube dreht. Ob dies den gewünschten Effekt mit sich bringt, mögen wir ein klein wenig anzweifeln. Denn was das Preis/Leistungsverhältnis betrifft, muss sich Intel eigentlich nicht vor AMD verstecken. Insofern ist dies mehr oder minder eine Notlösung; Hauptgrund für das mäßige Absatzgeschäft ist unserer Meinung nach zum einen die Kaufmüdigkeit und zum anderen die Unsicherheit, ob das Produkt auch noch in Zukunft "gut" ist. Sind es doch gerade die Intel Ingenieure selbst, die kurz nach der Core 2 Duo Vorstellung gleich den ersten Quad-Core Prozessor hinter her geschoben haben. Klar, dass der Kunde hier ins Grübeln gerät und sich überlegt, warum vermeintlich alte Dual-Core Technik kaufen, wenn es schon Quad-Core gibt. Hardwareinteressierte dürften dem ganzen entspannt entgegen sehen. Sie werden wissen, was man am Core 2 hat und vielleicht das ein- oder andere Schnäppchen landen.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

0 Kommentare