Asus Radeon R9 290X DirectCU II getestet

AMDVor knapp drei Monaten veröffentlichte der finanziell angeschlagene Prozessorhersteller AMD die Radeon R9 290X, die in ersten Testberichten vor allem durch eine exzellente Performance überzeugte. Etwas später kam schließlich die beschnittene Radeon R9 290, die allerdings nur geringfügig langsamer als ihre große Schwester arbeitet. Der große Nachteil der Hawaii-Grafikkarten ist die verhältnismäßig schlechte Kühllösung, unter der beide Probanden leiden. Durch die PowerTune-2.0-Technologie werden die Modelle teilweise stark gedrosselt und können ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen.

Darüber hinaus geht der schwache Referenzkühler ziemlich lautstark zu Werke. Erste Partnerkarten sollten ursprünglich bereits im November erscheinen. Diese Zeitangabe wurde rasch auf Dezember und letzten Endes sogar auf Januar korrigiert - offenbar ist es gar nicht so einfach, die Hawaii-GPU zu kühlen. Inzwischen wurden schon Modelle von Asus, Gigabyte, Micro-Star International (MSI) und Sapphire gesichtet. Die Kollegen von computerbase.de haben sogar schon einen Testbericht der Asus Radeon R9 290X DirectCU II veröffentlicht.

Asus Radeon R9 290X DirectCU II

Die Grafikkarte kommt mit 2.816 Shader-, 176 Textur- und 64 Rastereinheiten sowie mit einem 512 Bit breiten Speicherinterface und einem 4.096 MiB großen Grafikspeicher daher. Die maximale Taktfrequenz des Grafikchips beträgt 1.050 MHz, während die Speichertaktfrequenz bei 2.700 MHz liegt. In der Praxis sollte das Asus-Produkt also bis zu fünf Prozent schneller als die gewöhnliche Radeon R9 290X im stromhungrigen Uber-Modus rendern. Im oben erwähnten Testbericht beträgt der Vorsprung allerdings nur zwei Prozent.

Die Leistungsaufnahme der Asus Radeon R9 290X DirectCU II liegt jedoch minimal unter der des Referenzmodells im Uber-Modus, was wohl an den vermeintlich besseren Temperaturwerten liegt. In puncto Lautstärke bringt die Grafikkarte auch gewisse Verbesserungen mit sich. Sie ist allerdings noch ein Stück lauter als die etwa gleich schnelle Geforce GTX 780 Ti. Die Asus-Karte ist aktuell für 589 Euro gelistet, aber wohl erst Anfang Januar verfügbar.


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4 Kommentare

4.) rizawi 19.12.2013 - 21:29 Uhr
also bleibt man bei dem Preis doch besser bei Nv, da hat man mit solchen Kühlern eher 40dB auf Normaltakt^^...
3.) KodeX 19.12.2013 - 19:49 Uhr
Die Asus-Karte ist tatsächlich nicht so gut wie ich es erwartet hatte. Die neue Kühllösung von Sapphire gefällt mir viel besser:

http://www.pcgameshardware.de/AMD-Radeo ... t-1102085/
2.) Luk Luk 19.12.2013 - 18:34 Uhr
Hm, ich hatte mir vorhin mal den Test bei CB durchgelesen. Die Version von Asus schafft es auch nicht die Radeon die ganze Zeit auf max. Takt laufen zu lassen und unter Volllast ist der Lüfter mit 55 dB immer noch laut. Finde ich erstaunlich (nicht im positiven Sinne), dass es selbst so ein dicker custom Kühlkörper nicht schafft, die Karte entweder leise oder mit vollem Takt laufen zu lassen.
1.) rizawi 19.12.2013 - 16:02 Uhr
k.a. warum, aber ASUS würde es vermutlich sogar schaffen mir eine Grafikkarte von AMD zu verkaufen, wenn Nvidia mal 2 3 Generationen Mist abliefert...
Auch wenn die Zusatzleistung nicht der Brüller ist, aber allein das man die Kühllösungen selbst unter Vollast kaum hört, macht den Aufpreis durchaus wett, da die Alternative nur eine Wakü ist und die Preisschilder sind dann dicker als 200€ fürs Komplettsystem, zumal man den Kühltower dazu auch nicht aufs Dach stellen kann^^...