AMD plant feinere Justierung bei 65nm CPUs

AMDDie Streichung einiger Single- und Dual-Core Modelle des Athlon 64 hinterlässt Lücken im Produktportfolio von AMD. Offenbar gedenkt AMD diese mit feineren Frequenzabstufungen zu füllen. Zu diesem Zweck werden die künftigen 65nm Modelle, die man eventuell noch Ende dieses Jahres erwarten darf, nicht mehr mit ganzzahligen Multiplikatoren wie 11 und 12, sondern auch mit beispielsweise 11,5 laufen. Dieser Schritt ermöglicht es AMD die Prozessoren in 100 MHz Stufen untereinander abzugrenzen, während bisher - durch den Referenztakt von 200 MHz - der Unterschied recht groß war. Den Anfang machen die Dual-Core Modelle X2 3800+, 4200+ und 4600+. Für OEMs werden diese CPUs bereits ab Dezember verfügbar sein, für den Retail-Markt sind sie erst ab dem 1. Quartal 2007 vorgesehen. Es wäre auch denkbar, dass AMD beispielsweise den entfallenen Athlon 64 X2 4400+ - 2x 2.20 GHz, 2x 1024 KiB L2-Cache - durch eine CPU mit 2x 512 KiB L2-Cache und einer Frequenz von 2300 MHz ersetzt, welche dann zwischen dem X2 4200+ und 4600+ positioniert wäre und sicherlich die Bezeichnung X2 4400 übernehmen könnte. Der Vorteil an diesem Schritt ist, dass dies präziseres Heruntertakten erlauben würde, was unter anderem für Cool'n'Quiet vorteilhaft wäre.

Weiterhin werden auch alle auf 65nm gefertigten Single-Core Prozessoren DDR2-800 unterstützen. Die Prozessoren werden wahrscheinlich in existierenden AM2-Mainboards funktionieren, erfordern jedoch aufgrund der von 8-Bit auf 16-Bit vergrößerten BrandID und einigen neuen Features mindestens ein Bios-Update, um richtig erkannt zu werden. Ob man wirklich nur ein Bios-Update braucht oder doch ein neues Mainboard von Nöten ist, kann man derzeit mit Sicherheit noch nicht sagen. Ob das Ganze allerdings auf großen Akzeptanz bei der AMD Fangemeinde stoßen wird, ist fraglich und bleibt abzuwarten, auch die Preise für jene CPUs werden dabei wohl eine große Rolle spielen. Interessant dürfte es hingegen für Overclocker und Hardwarefreaks werden. Für den "normalen" Kunden wohl eher weniger, da die sowieso schon verwirrende Produktvielfalt dann um einige zusätzliche CPUs erweitert wird.


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