SoC-Prozessor der Xbox One präsentiert

MicrosoftDie Xbox One wurde bereits im Mai offiziell vorgestellt, doch der tatsächliche Verkaufsstart der Spielekonsole von Microsoft liegt immer noch Monate in der Zukunft. Durchs Internet kursieren aktuell der 5. November sowie der 29. November, doch letztendlich könnten die Auslieferungen auch an einem anderen Tag stattfinden. Im zurückliegenden Juli vermeldeten wir, dass die Xbox One sowohl über einen größeren Arbeitsspeicher als auch über einen schnelleren Grafikprozessor verfügen sollte als angenommen. Wie wir mittlerweile wissen, ändert sich zumindest an der Größe des Arbeitsspeichers nichts.

Doch die neue Microsoft-Spielekonsole, die dutzende Prototypen vorzuweisen hat, besitzt aufgrund eines unbegrenzten Cloud-Speichers zumindest eine ausreichend große "Festplatte". Dies ist auch notwendig, denn immerhin hat sich das Unternehmen auf der diesjährigen E3-Spielemesse in Los Angeles nicht gerade mit Ruhm bekleckert, als die ansehnlichen Xbox-One-Grafikdemos auf Desktop-Computern mit Nvidia-Grafik liefen.

Xbox-One-Prozessor

Ähnliche Böcke hat Sony mit der Playstation 4 jedenfalls noch nicht geschossen. Die Japaner nutzen vielmehr jede Gelegenheit ihr neues Produkt in den Himmel zu loben. Mark Cerny, Chefentwickler der Next-Gen-Spielekonsole, hält die Playstation 4 zum Beispiel für flexibler als den Desktop-Computer und geht davon aus, dass es erst in drei Jahren Spiele geben wird, die die Konsole wirklich fordern werden. Darüber hinaus berichteten wir über ein Präsentationsvideo, in dem vor allem für die Dualshock-4-Controller und die mitgelieferte Kamera geworben wird.

Im fernöstlichen Japan sind nun zahlreiche Präsentationsfolien aufgetaucht, die diverse Informationen über die Hardware der Xbox One enthalten. Demnach besitzt der SoC-Prozessor der Xbox One etwa fünf Milliarden Transistoren auf einer Chipfläche von 363 Quadratmillimetern. Die ähnlich große R1000-GPU verfügt lediglich über zirka 4,31 Milliarden Transistoren - der SoC-Prozessor, den AMD gemeinsam mit Microsoft entwickelt hat, nutzt seine Chipfläche also wesentlich effizienter. Der Xbox-One-Prozessor enthält CPU, GPU sowie eSRAM, der auf eine Speicherbandbreite von 204 GB/s kommt.

Der pfeilschnelle eSRAM ist wohl der Grund aus dem die Xbox One die sogenannte Heterogeneous-Uniform-Memory-Access-Technologie (hUMA) nicht nutzen kann, da diese wohl keine zwei Speicherbereiche zulässt. Darüber hinaus besitzt der Prozessor acht Jaguar-basierte Kerne, die mit einer Taktfrequenz von 1,6 GHz betrieben werden. Die Grafikeinheit basiert auf AMDs Graphics-Core-Next-Grafikarchitektur (GCN) und kann auf 768 Shadereinheiten zurückgreifen. Die Rechenleistung der Grafikeinheit liegt bei 1.313 GFLOPs, weswegen sie in der Theorie etwas schneller als eine Radeon HD 7770 für den Desktop-Computer sein sollte.


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