Asus kündigt erste Kaveri-Mainboards an

AMD Mit der offiziellen Vorstellung der Richland-Prozessoren hat der US-amerikanische Prozessorhersteller AMD seine Produktpalette lediglich geringfügig verbessert. Möglicherweise wollte das Unternehmen aus Sunnyvale auf diese Weise die starke Grafikeinheit Iris Pro 5200 der Haswell-Mikroarchitektur abfangen. Dennoch arbeitet AMD unter Hochdruck bereits an der nächsten APU-Generation, die unter der Bezeichnung Kaveri läuft. Auf der diesjährigen Computex präsentierte AMD erstmals funktionstüchtige Kaveri-Samples und kündigte an, dass erste marktfertige Produkte bereits im vierten Quartal erscheinen sollen.

Asus A88XM-A

In der zurückliegenden Woche vermeldeten wir jedoch, dass sich die Veröffentlichung der Kaveri-Prozessoren wohl um ein Quartal verschieben wird. Die kommenden Accelerated Processing Units (APUs) basieren auf der Steamroller-Mikroarchitektur, die bis dato noch in keiner Produkt-Familie zum Einsatz kommt. Die Steamroller-Module unterscheiden sich zwar nicht allzu sehr von den aktuellen Piledriver- oder den älteren Bulldozer-Modulen, doch durch zahlreiche Optimierungen ist angeblich ein gehöriger Geschwindigkeitszuwachs zu verzeichnen. Darüber hinaus werden die Kaveri-Prozessoren mit einer GCN-basierten Grafikeinheit daherkommen. Diese verfügt über maximal 512 Shadereinheiten und sollte dementsprechend ungefähr so schnell wie eine Radeon HD 7750 arbeiten.

Der taiwanische Hersteller Asus hat inzwischen zwei Kaveri-Mainboards für den Sockel FM2+ angekündigt. Die Hauptplatinen werden zwar lange vor dem Launch der kommenden APUs verfügbar sein, doch diese sind zu den aktuellen Richland- und Trinity-Prozessoren abwärtskompatibel. Die Mainboards, die unter den Bezeichnungen A88XM-A und A55BM-A/USB3 laufen, bieten erstmals den Support für DirectX 11.1 sowie native PCI-Express-3.0-Unterstützung - zumindest wenn ein Kaveri-Prozessor zum Einsatz kommt.

Darüber hinaus bieten die Hauptplatinen die sogenannte USB-3.0-Boost-Technologie, die für wesentlich höhere Datentransferraten sorgen soll als bei der herkömmlichen USB-3.0-Schnittstelle. Asus gibt sogar an, dass die Datenübertragung sogar bis zu 70 Prozent schneller vonstattengehen soll. An dieser Stelle wollen wir allerdings darauf hinweisen, dass solche herstellereigenen Angaben in der Regel arg optimistisch ausfallen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können wir nicht berichten, wann Asus die beiden Produkte veröffentlichen wird und wie teuer diese sein werden.


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