Erster Test der Iris Pro 5200 veröffentlicht

IntelDer weltgrößte Prozessorhersteller Intel hat am zurückliegenden Samstag seine neuen Haswell-Prozessoren für den Desktop- und den Notebook-Bereich offiziell vorgestellt. Da die Prozessoren bereits im Vorfeld auf dem chinesischen Markt verfügbar waren und deswegen zahlreiche inoffizielle Vorabtests die Runde machten, konnte die Haswell-Mikroarchitektur eigentlich niemanden mehr überraschen. Die CPU-Performance konnte um fünf bis zehn Prozent gesteigert werden, während die Grafikperformance etwa 20 bis 30 Prozent zugelegt hat. Doch das gilt lediglich für die Intel HD 4600, bei der es sich eigentlich nur um eine ausgebaute Intel HD 4000 der Ivy-Bridge-Generation handelt.

Da die Intel HD 5200, die auch unter der Bezeichnung Iris Pro 5200 läuft, nur in einem Desktop-Prozessor sowie in drei Notebook-Prozessoren zum Einsatz kommt, gibt es bisher nur wenige Testberichte über Intels schnellste integrierte Grafikeinheit. Doch einige Reviews existieren sehr wohl - die Kollegen von AnandTech.com haben die Iris Pro 5200 auf Herz und Nieren geprüft und wir haben die durchschnittliche Performance der Probanden in einer Tabelle zusammengefasst.

Geforce
GT 640
Radeon
HD 7660D
Intel
HD 4600
Iris Pro 5200
(47 Watt)
Iris Pro 5200
(55 Watt)
100,0 %74,3 %58,2 %89,0 %95,0 %

Demnach ist Intel mit der neuen Grafikeinheit ein echtes Meisterstück gelungen, denn in der Summe aller Benchmarks arbeitet die Iris Pro 5200 beinahe so schnell wie die Geforce GT 640 und fast 30 Prozent schneller als die Radeon HD 7660D, die im A10-5800K von AMD arbeitet. Es wurden die Computerspiele Battlefield 3, Bioshock Infinite, Crysis 3, Crysis Warhead, GRID 2, Metro Last Light, Sleeping Dogs sowie Tomb Raider in zwei bis drei verschiedenen Auflösungen getestet.

Es ist allerdings schwierig, die zahlreichen Benchmarks miteinander zu vergleichen, da es in einem solchen Test kein einheitliches Testsystem geben kann. Die Ergebnisse der Iris Pro 5200 wurden mit der Mobile-CPU Core i7-4950HQ erzielt - einmal mit dem Standard-TDP von 47 Watt und einmal mit einer TDP-Erhöhung auf 55 Watt. Die Anhebung des Thermal-Design-Power-Werts hat im Testbericht von AnandTech.com übrigens fast sieben Prozent Mehrperformance gebracht.

Intel Präsentationsfolie zur Haswell-Grafik

Nichtsdestotrotz müssen wir Intel für die Iris Pro 5200 loben, denn immerhin besitzt das Unternehmen mittlerweile die schnellste Prozessorgrafikeinheit auf dem Markt. Doch der Konkurrent AMD wird diese zwar nicht mit der Richland-, aber sicherlich mit der Kaveri-Mikroarchitektur wieder überholen. Es ist nur schade, dass kaum ein Modell über die Iris Pro 5200 verfügt. Lediglich BGA-Prozessoren, die fest mit der Hauptplatine verschweißt sind, verfügen über diese Grafikeinheit - auch das Desktop-Modell Core i7-4770R ist fest auf dem Mainboard verschweißt.


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1 Kommentar

1.) rizawi 03.06.2013 - 23:15 Uhr
iwie ist im letzten Absatz ein "wird" zu viel^^...

Plant Intel die HD 5200 mit anderen Prozessoren zu veröffentlichen oder wie kann man das rumgeeier verstehn?