Intel Haswell wohl mit Startschwierigkeiten

IntelDa der weltgrößte Prozessorhersteller Intel seine neue Haswell-Architektur kommenden Juni auf der diesjährigen Computex in Taipeh offiziell vorstellen wird, gab es in den zurückliegenden Wochen relativ viel zu berichten. Die Haswell-Prozessoren verfügen offenbar über ein hervorragendes OC-Potenzial, denn es konnte bereits ein Core i7-4770K auf über 7.000 MHz übertaktet werden. Deutlich negativer stechen hingegen die Meldungen zur eigentlichen Performance der neuen Mikroarchitektur heraus. Die Anzeichen verdichten sich, dass die Haswell-Prozessoren in vielen Situationen nicht schneller arbeiten und zum Teil sogar langsamer sind als die aktuellen Ivy-Bridge-Modelle. Hier sollte man allerdings abwarten, bis erste offizielle Tests erschienen sind.

Wie nun die Kollegen vom taiwanischen Branchendienst Digitimes.com berichten, soll Haswell gerade im mobilen Bereich einen schleppenden Start haben. Obwohl die Lieferungen, die größtenteils über den Seeweg verschifft werden, wohl noch im Mai in den weltweiten Lagern eintreffen werden, sollen die Bestellungen für die neuen Chips bei Intel bisher eher zurückhaltend ausgefallen sein. Laut unserer Quelle liegt das hauptsächlich daran, dass die Haswell-Prozessoren deutlich teurer sind als die Prozessoren der aktuellen Ivy-Bridge-Generation. Da die Herstellungskosten von Notebooks zusätzlich durch die vergrößerte Integration von Touchscreens steigen werden, verbauen die Hersteller vorerst wohl größtenteils die aktuelle Prozessorgeneration.

Doch auch die Haswell-Prozessoren für den Desktop setzen sich wahrscheinlich nur sehr langsam durch, denn Intel selbst rechnet damit, dass nur 20 Prozent der bis zum Jahresende ausgelieferten Prozessoren der neuen Generation angehören werden. Der Rest soll hauptsächlich aus Ivy-Bridge- und Sandy-Bridge-Prozessoren bestehen. Ob diese konservativen Prognosen tatsächlich zutreffen werden, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.


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