Intel Sandy Bridge: Quad-Cores mit 65/95 Watt

IntelIntels 2008 vorgestellte Nehalem-Architektur hat inzwischen in fast allen Preissegmenten Einzug gehalten. Im Desktop- und Mobilmarkt findet man von 75 Euro teuren Dual-Core-Prozessoren bis hinauf zu knapp 1000 Euro teuren Quad-Core-Prozessoren alles - demnächst sollen auch noch die ersten Hexa-Core-Prozessoren ins Portfolio stoßen -, im Serversegment ist Nehalem gar nicht mehr wegzudenken. Und dennoch: Intels neue Architektur namens Sandy Bridge steht in den Startlöchern!

Gemäß des Tick-Tock-Modells wird Intel noch in diesem Jahr eine neue Prozessorarchitektur hervorzücken, allerdings deutete sich schon beim Tick der Core-Mikroarchitektur an, dass dieser Zeitplan nur schwerlich einzuhalten ist. Inzwischen erwartet man Sandy Bridge nicht vor dem ersten Quartal 2011.
Sicher ist über Intels neue Prozessorarchitektur noch fast nichts. Definitiv neu hinzukommen wird die AVX-Erweiterung, Hyperthreading sowie der Turbo Modus sollen bestehen bleiben. Auch die Cache-Organisation scheint mit einem relativ kleinen L1- und L2-Cache pro Kern sowie einem großzügig bemessenem L3-Cache, den alle Kerne nutzen können, in Anlehnung an Nehalem fortgeführt zu werden. Die Taktraten könnten hingegen sogar noch etwas höher ausfallen.

.NehalemSandy Bridge
Dual-Core
(TDP)
73/87 Watt65 Watt
Quad-Core
(TDP)
82/95/130 Watt65/95 Watt


Eher unbekannt war bisweilen die Leistungsaufnahme der neuen Prozessoren. Hierzu liefert Fudzilla jetzt erste Hinweise.
So soll es zum Start zwei Ausführungen geben. Einen Dual-Core mit 65 Watt TDP und einen Quad-Core mit 65 oder 95 Watt TDP. Momentan sind Intels Dual-Core-Prozessoren mit 73 und 87 Watt TDP spezifiziert, Quad-Core-Prozessoren gibt es mit 82, 95 und 130 Watt TDP.
Intels Sandy Bridge-Prozessoren scheinen damit auf den ersten Blick etwas sparsamer als die aktuellen Nehalem-Prozessoren, jedoch bilden TDP-Zahlen nicht die Leistungsaufnahme unter Alltagsanwendungen ab, so dass Theorie und Praxis hier noch weit auseinander driften könnten. Ferner muss abgewartet werden, welche Performance die neue Prozessoren bei der erbrachten Leistungsaufnahme abliefern, um sichere Erkenntnisse über die Effizienz zu gewinnen.

Weil es zum Start der Sandy Bridge-Prozessoren noch keine Hexa- oder Octa-Core-Prozessoren geben wird, soll Intels High-End weiter durch die noch nicht vorgestellten Hexa-Core-Prozessoren auf Basis der Nehalem-Architektur vertreten werden. Sandy Bridge soll dann das Preissegment zwischen 100 und 300 US-Dollar in Beschlag nehmen, so letzte Gerüchte.


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