OpenCL-Unterstützung für ATI-GPUs

AMDBisher war OpenCL im Hause AMD nur den CPUs vorbehalten. Nun ist endlich eine neue Beta von AMDs Stream SDK veröffentlicht worden, die auch die GPUs unterstützt.

Dadurch können nun Radeon-Karten der HD 4000- und der HD 5000-Serie sowie professionelle Firestream-Karten für die OpenCL-Beschleunigung verwendet werden.

ATI Radeon™ HD5870 / 5850 / 5770 / 5750 /
4890 / 4870 X2 / 4870 / 4850 X2 / 4850 / 4830 /
4770 / 4670 / 4650 / 4550 / 4350
ATI FirePro™V8750 / V8700 / V7750 / V5700 / V3750
AMD FireStream™9270 / 9250
ATI Mobility Radeon™ HD4870 / 4860 / 4850 X2 / 4850 / 4830 /
4670 / 4650 / 4500 Series / 4300 Series
ATI Mobility FirePro™ M7740
ATI Radeon™ EmbeddedE4690 Discrete GPU


AMD unterstützt jetzt also sowohl CPUs als auch GPUs für OpenCL, wobei der Programmierer entscheiden kann, welche Architektur für welche Berechnungen verwendet werden soll. Denn während die modernen Grafikchips für gut parallelisierbare Rechenoperationen deutlich leistungsfähiger sind als moderne CPUs, sind sie bei stark seriellen Vorgänge meist deutlich langsamer.

Zentral dürfte OpenCL für AMDs APU-Konzept werden, das mit den kommenden Kombi-Prozessoren Llano und Ontario Einzug halten wird. Diese sogenannten Accelerated Processing Units bestehen aus einer Kombination von CPU- und GPU-Kernen. Der integrierte Grafikteil ist dabei deutlich leistungsfähiger als bei Intels kommenden Core i3 alias Clarkdale und eignet sich deshalb auch für die Beschleunigung von GPGPU-Anwendungen. Zudem soll bei AMD CPU und GPU auf ein gemeinsames Die wandern, während Intel momentan noch auf ein MCM (Multichip-Modul) setzt, bei dem einer in 32 nm gefertigten CPU ein 45 nm-GPU-Kern zur Seite gestellt wird.

Der größte Vorteil von OpenCL gegenüber proprietären APIs wie Nvidias CUDA ist das offene Konzept, das es ermöglicht, nicht nur verschiedene Architekturen zur Berechnung zu benutzen (CPU, GPU, IBM Cell etc.), sondern auch die Unterstützung verschiedener Betriebssysteme, darunter Windows, Linux und Mac-OS. Microsofts DirectCompute ermöglicht zwar auch die Nutzung der Grafikkarten verschiedener Anbieter, bleibt aber auf Windowsnutzer beschränkt.
Nvidia hatte schon länger einen OpenCL-Entwickler-Treiber für seine GPUs zur Verfügung gestellt und bietet seit dem 28. September auch öffentliche OpenCL-Treiber und eine Entwicklungsumgebung an. Somit steht einer breiten Nutzung von OpenCL seitens der Entwickler nun nichts mehr im Weg.

Es bleibt zu hoffen, dass OpenCL als offener Standard eine gute und schnelle Resonanz bei den Entwicklern findet und bald großflächig genutzt wird, denn dann stünde uns in vielen Bereichen wie Bildbearbeitung und Videoschnitt ein deutlicher Performancesprung bevor.


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5 Kommentare

5.) N1truX 14.10.2009 - 16:53 Uhr
Duplex:
naja man kann schlecht sobald es gestartet wird produzieren , man muss erst den chip drauf anpassen ect. was länger dauernd würde

Mit Starten meinte ich auch Massenproduktion starten ;) Erste 28 und 32 nm Testchips sind laut GF schon im Juni vom Band gelaufen.
Betrachtet man AMDs K10.5 (45nm) Start (Samples ende Feb; Verkauf Ende Juni) wäre das also machbar. Ins Kalte Wasser wird man beim R900 sicher nicht springen wollen indem man auch noch nen neues Fertigungsverfahren testet (siehe nVidias Fermi-Verspätung). Die Frage ist eher ob man gleich den RV870 Shrinkt oder eher den RV840..
4.) Duplex 14.10.2009 - 16:05 Uhr
naja man kann schlecht sobald es gestartet wird produzieren , man muss erst den chip drauf anpassen ect. was länger dauernd würde


und ein wirklicher refresh war der RV790 ja auch net...
3.) N1truX 14.10.2009 - 16:03 Uhr
Der RV790 war auch nochmal 55nm und 32/28 nm Bulk soll bei GF bereits Anfang nächsten Jahres Starten. Würde also schon passen.
2.) Duplex 14.10.2009 - 15:39 Uhr
refresh ?

mit was den
32nm ist lange net ausgereift genug...
1.) w0mbat 14.10.2009 - 15:37 Uhr
Und in dem Treiber findet man auch eine "HD 5900 Series". Entweder Hemlock oder vielleicht schon der Refresh?